Cher wird achtzig Jahre alt – und vermutlich hat sie Besseres zu tun, als innezuhalten, zurückzublicken, ihr Werk und ihr Leben zu bilanzieren. Es würde sie ja nur verwirren, so wie es auch die Beobachter und Bewunderer verwirren und überfordern würde. Denn einerseits passen das Alter und die Frau, die man vor Augen hat, diese Sängerin, Performerin, Schauspielerin, die nicht mehr jung ist, aber kein bisschen greisenhaft, überhaupt nicht zusammen. Und andererseits, so kommt es einem beim Wiederhören ihrer Musik vor, beim Wiedersehen ihrer Filme, beim Sich-Erinnern an die Faszination, die von ihren Auftritten ausgeht, ihrem Image und den wunderbaren Klatschgeschichten, die über sie im Umlauf sind – andererseits brauchten andere mindestens die doppelte Zeit für das, was Cher erlebt, getan und erfahren hat.