PfadnavigationHomePanoramaFamilienstreit ums Erbe„Ich wurde entsorgt!“, klagt Reinhold Messner – Sohn widersprichtStand: 13:55 UhrLesedauer: 3 MinutenReinhold MessnerQuelle: Glück Dalibor/CTK/dpaReinhold Messner macht seinem Frust über den Familienstreit Luft: Seit der Übertragung seines Millionenvermögens fühle er sich von seinen Kindern ausgeschlossen. Nun meldet sich sein Sohn Simon zu Wort.Extrembergsteiger Reinhold Messner macht seinem Frust über das zerrüttete Verhältnis zu seinen Kindern erneut öffentlich Luft. Der 81-Jährige, der sein Vermögen bereits 2019 an seine vier Kinder übertragen hatte, sagte in der Sendung „Frühstück bei mir“ des österreichischen Radiosenders Ö3: „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen. Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen. Ich wurde entsorgt!“Gegenüber „Bild“ antwortet sein Sohn Simon: „Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist.“ Und weiter: „Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben. Er hat sich uns entzogen. Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.“Berichten zufolge soll Messner sein Erbe 2019 unter seinen vier Kindern Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha verteilt haben. Schätzungen zufolge beläuft sich das Erbe auf 30 bis 37 Millionen Euro. Lesen Sie auchBereits Anfang 2024 hatte Reinhold Messner öffentlich über den Bruch mit seinen Kindern gesprochen. Diese würden „den Wert meiner Großzügigkeit“ nicht schätzen, hatte er damals erklärt. Im Ö3-Interview bekräftigte er diese Vorwürfe nun. Er erklärte: „Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‚Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig‘. Dabei wäre nichts möglich gewesen ohne meine Arbeit und mein Know-how.“ So dürfe er derzeit auch nicht sein eigenes Museum auf Schloss Juval in Südtirol betreten. Messner zufolge habe sich das Verhältnis zu seinen Kindern seit der Verteilung des Erbes deutlich verschlechtert. „In dem Moment, als ich mein materielles Erbe verteilt hatte, zerbrach die Familie“, sagte er in dem Radio-Interview.Sohn Simon widerspricht DarstellungSein Sohn Simon hatte bereits im Sommer 2024 der Darstellung seines Vaters widersprochen. Im Bayerischen Rundfunk sagte er, er schätze das erhaltene Erbe sehr. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Erbe und dem familiären Bruch sehe er nicht. Für ihn und seine Geschwister seien die harten Vorwürfe unbegreiflich. Er wolle keinen Streit und wünsche sich schon lange eine Versöhnung mit dem Vater. „Aber alle Versuche, ihn per Brief oder Telefon zu erreichen, sind fehlgeschlagen. Es kam keine Reaktion. Meine Geschwister und ich wissen nicht, warum. Es ist unerträglich und unbegreiflich.“Simon Messner hat von seinem Vater zwei Bauernhöfe in Südtirol bekommen. Er habe nicht darum gebeten, sagte er weiter zu „Bild“. Das Anwesen zu erhalten, sei zudem keine leichte Aufgabe. Lesen Sie auchDie „Bunte“ schreibt, dass zu Messners Vermögen unter anderem Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe sowie Schloss Juval mit dem dortigen Messner Mountain Museum gehören. Die vier Kinder der Bergsteiger-Legende stammen aus Messners Beziehung mit Nena Holguin sowie aus der Ehe mit Sabine Stehle. 2021 heiratete er seine 36 Jahre jüngere Frau Diane. nw/jm