Angeklagt: Christian Haub
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Das Schicksal des einstigen Tengelmann-Patriarchen Karl-Erivan Haub gehört zu den großen Mysterien der jüngeren deutschen Wirtschaftsgeschichte. Haub verschwand im April 2018 spurlos auf dem Weg zu einer Skitour in den Schweizer Alpen. Seither ranken sich teils wilde Spekulationen um den früheren Herrn über die Handelsketten Obi und Kik.
Ist er mit einer Geliebten in Russland untergetaucht oder vom Geheimdienst verschleppt worden? Hat er sich das Leben genommen, oder wurde er Opfer eines Unfalls? Oder wurde er gar wegen seiner möglichen Kontakte zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ermordet?Gerichtsfeste Beweise lieferten selbst von Tengelmann eigens eingesetzte Privatermittler nicht. Zumindest keine, die ausreichend Substanz hatten, um das Amtsgericht Köln 2021 davon abzuhalten, Karl-Erivan Haub auf Wunsch von dessen Frau und Kindern sowie dessen Bruder Christian Haub, 62, für tot erklären zu lassen.
Oder hätte es entsprechende Beweise gegeben, und sie wurden dem Amtsgericht lediglich vorenthalten? Die Staatsanwaltschaft Köln ist davon jedenfalls offenbar überzeugt. Nach Informationen des manager magazins erhebt die Behörde vor dem Landgericht Köln Anklage gegen Christian Haub.Umstrittene Bilder aus MoskauDie Ermittler werfen dem neuen Tengelmann-Chef vor, bei einer Aussage im Zuge der Todeserklärung am 8. Mai 2021 vermeintlich relevante Informationen zum Verschwinden seines Bruders vorenthalten zu haben. Ein Sprecher des Landgerichts bestätigt den Vorgang auf Anfrage.









