Wenig Grund zum Lachen: Auf Amazon Prime Video startete jüngst die neue Staffel von „Last One Laughing“, unter anderem mit Elton (v.l.n.r.), Olaf Schubert, Michelle Hunziker, Max Giermann und Michael Bully Herbig. Das Streamingportal selbst sorgt derweil für Rechtsstreitigkeiten.

Der US-Konzern Amazon ist wegen der Werbespots auf seinem Streamingdienst Prime Video mit einer Sammelklage von fast 220.000 seiner deutschen Kunden konfrontiert. Bayerns Oberstes Landesgericht verhandelt am Dienstag die stellvertretend von der Verbraucherzentrale Sachsen eingereichte Verbandsklage.

Kern des Zivilprozesses ist die Frage, ob Amazon von seinen Kunden zusätzlich Geld verlangen darf, damit der ursprünglich als werbefrei angekündigte Bezahldienst auch tatsächlich werbefrei bleibt. Ein sofortiges Urteil ist nicht zu erwarten. Sollte die Verbraucherzentrale gewinnen, drohen Amazon Schadensersatzansprüche.

In einem vorangegangenen ersten Verfahren hatte das Landgericht München I den Zusatzobolus für die Werbefreiheit im Dezember für rechtswidrig erklärt – dieses Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Der Sachverhalt: Amazon hatte Anfang 2024 die Prime-Video-Kundschaft per Mail informiert, dass ab Februar des betreffenden Jahres in begrenztem Umfang Werbung gesendet würde. Wer keine Werbung sehen wollte, sollte im Monat 2,99 Euro zusätzlich zahlen. Das Landgericht sah in diesem Vorgehen einen Verstoß gegen den lauteren Wettbewerb.