Wohl jeder, der schon einmal Bewertungen für Geschäfte oder Restaurants verfasst hat, kennt das Phänomen: Eifrige und geschäftstüchtige Reputation-Management-Anbieter beantragen im Auftrag ihrer Mandant:innen, dass Google selbst mittelmäßige, wenig schädliche und gut nachvollziehbare Bewertungen von Kund:innen löscht. Die Verfasser:innen der Rezensionen werden daraufhin angeschrieben und haben in vielen Fällen gar nicht die Möglichkeit, ihre Meinung zu verteidigen.Anzeige

Die Folge: Die Kund:innenbewertungen werden dann gelöscht. Letztlich ist das aber ein Spiel, bei dem langfristig auch das verantwortliche Unternehmen nicht gewinnt, weil sich solche Dinge natürlich insbesondere in sozialen Medien schnell in der jeweiligen Umgebung herumsprechen. Recherchieren dann Interessent:innen anderweitig, finden sie die entsprechenden Hinweise also dennoch.

Das Problem mit dem Vertrauensverlust

Ein weiterer Verlierer dabei ist aber auch Google selbst – und das sogar in zweierlei Hinsicht. Denn viele Nutzer:innen werden in Zukunft keinen Sinn darin sehen, kritische Rezensionen über Geschäfte und Restaurants zu verfassen – und zugleich aber auch als Leser:innen nicht mehr auf die Bewertungen vertrauen.Anzeige