Mit windigen Versprechen locken Finanzschwindler im Internet naive Anleger in die Falle. Meta, Google und Co. unternehmen dagegen nach Überzeugung von Verbraucherschützern viel zu wenig.

22.05.2026, 09.47 Uhr

Meta-Auftritt: »Rendite ohne Risiko«

Der europäische Verbraucherschutzverband BEUC wirft mehreren Onlineplattformen mangelnden Schutz vor Betrug vor und hat Beschwerde bei der EU-Kommission ​eingereicht. »Google, Meta und TikTok gehen nicht ausreichend gegen Werbung für betrügerische Angebote wie Fakeshops oder ‌unseriöse Finanzcoachings vor«, sagte Ramona Pop, Vorstandsmitglied des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Dieser unterstützt die BEUC-Initiative und bereitet nach eigenen Angaben eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) vor, die in Deutschland für die Durchsetzung des europäischen Digital Services Act (DSA) verantwortlich ist.

Zwischen Dezember 2025 und ​März 2026 hätten BEUC und andere Verbraucherschutzorganisationen den Plattformen fast 900 Anzeigen gemeldet, die mutmaßlich ⁠gegen ⁠EU-Recht verstießen, hieß es weiter. Lediglich 27 Prozent davon seien daraufhin entfernt worden. Bei der beanstandeten Werbung würden Anlegern »Rendite ohne Risiko« oder unrealistisch hohe Gewinne ‌versprochen.