PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastKörpergedächtnis: Wie der Körper sich an Angst, Schmerz und Nähe erinnertStand: 07:38 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/Giorgio FochesatoKörperliche Erfahrungen prägen unser Verhalten oft stärker, als wir glauben. Das sogenannte Körpergedächtnis beeinflusst, was wir meiden, was uns guttut und was uns Angst macht. Eine Neurowissenschaftlerin erklärt, wie solche Erinnerungen entstehen und ob sie sich verändern lassen.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, warum sich Minze kalt anfühlt. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um das Körpergedächtnis. Im Gespräch mit der Neurowissenschaftlerin Prof. Esther Kühn vom Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung in Tübingen wird deutlich: Erinnerungen sind meist eng verknüpft mit unserem Körper und unsere Körperwahrnehmung prägt wiederum, wie wir Dinge erinnern. Der Körper entscheidet im Alltag mitDas Körpergedächtnis wirkt in vielen alltäglichen Situationen mit: bei der Wahl von Kleidung, Essen oder Bewegung. Frühere Körpererfahrungen helfen dem Gehirn einzuschätzen, was uns guttun könnte – oder was wir lieber vermeiden sollten.Dabei spielen unter anderem der somatosensorische Cortex und die Insula eine Rolle. Diese Hirnregionen verarbeiten Berührungen und innere Körperzustände und sind daran beteiligt, solche Erfahrungen abzuspeichern und wieder aufzurufen.Warum Orte, Berührungen und Angst zusammenhängenAuch scheinbar rein gedankliche Erinnerungen sind oft mit Körperinformationen verknüpft. Wie wir einen Ort erinnern, kann davon abhängen, wo wir standen, wohin wir blickten oder wie anstrengend eine Situation körperlich war. Eine Strecke kann rückblickend länger wirken, wenn man sie mit schwerem Rucksack gegangen ist.Negative Erlebnisse speichert der Körper besonders deutlich ab. Eine heiße Herdplatte, ein Kratzer einer Katze oder eine bedrohlich erlebte Straße können später unwillkürlich Angst oder Vermeidung auslösen. Das kann schützen – wird aber problematisch, wenn solche Reaktionen den Alltag belasten.Kann man belastende Erinnerungen verändern?Ein Ansatz der Forschung ist, Körperreaktionen besser zu verstehen. Wer einordnen kann, warum der Puls steigt oder Angst körperlich spürbar wird, kann damit oft besser umgehen. Kühn und ihr Team untersuchen deshalb, wie körperliche Empfindungen mit Angst, depressiven Symptomen und anderen psychischen Faktoren zusammenhängen.Experimente deuten zudem darauf hin, dass Erinnerungen kurz nach einer Erfahrung noch veränderbar sein können. Wird eine unangenehme Körperempfindung mit einer Szene verknüpft, lässt sich diese Verbindung möglicherweise abschwächen, wenn Menschen kurz darauf bewusst andere Gedanken mit der Szene verbinden. Das könnte langfristig auch für den Umgang mit Angst und traumatischen Erfahrungen interessant sein.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.