Zivilschutzpläne der Bundesregierung: Dobrindt versucht es ohne Bratwurst

Die Bedrohungslage ist im Gegensatz zu den östlichen Nachbarn viel geringer. Dennoch gehen die Pläne des Innenministers in die richtige Richtung.

Bundesinnenminister Dobrindt streichelt den Diensthund des Technischen Hilfswerks in Bonn

Oliver Berg/dpa

J etzt bloß keine Panik verbreiten! CSU-Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will mächtig in den Zivilschutz in Deutschland investieren. Rund 10 Milliarden Euro sollen es bis 2029 werden. In Zeiten, die von kriegsbedingten Preiserhöhungen und Inflation getrieben sind und in denen um Einschnitte bei der Pflege oder der medizinischen Versorgung gerungen wird, sind Zusagen in dieser Höhe erstaunlich. Bunker und Feldbetten soll es geben, renovierte Gebäude fürs Technische Hilfswerk und Spezialfahrzeuge. Klingt nach Kriegsrhetorik und Aufrüstung und als ob ein Angriff – woher auch immer – unmittelbar bevorsteht.