Proteste gegen Hochschulbaugesellschaft: Hochschulen sollen Mieter sein
Der Senat will die Immobilienbestände der Berliner Unis ausgliedern. Kritiker:innen befürchten einen Eingriff in die Hochschulautonomie.
Der Investitionsbedarf an Berlins Uni-Gebäuden beträgt über 8 Milliarden Euro
Es passiert selten, dass Gewerkschaften, Unileitungen, Studierende und Lehrende Seite an Seite protestieren. Umso erstaunlicher ist die einhellige Ablehnung, die die Pläne für die Hochschulbaugesellschaft in der Bildungslandschaft hervorruft. Am Montagmorgen versammelten sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rund 800 Menschen vor dem Abgeordnetenhaus, um gegen die Verabschiedung des Gesetzes zu demonstrieren.
„Es ist eine Governance-Struktur, die allein auf Wirtschaftlichkeit ausgelegt ist und die Hochschulen an den Katzentisch verbannt“, sagte Verdi Gewerkschaftssekretärin Jana Seppelt. „Der Entwurf schafft keine Lösungen. Er schafft neue Probleme.“ Die Kritiker:innen befürchten, das Gesetz stelle einen gravierenden Eingriff in die Autonomie der Hochschulen dar, das am Ende den Weg für weitere Kürzungen in der Wissenschaft ebnet.










