Es ist bunt, laut und heiß vor dem Abgeordnetenhaus Berlin. Am Montagmorgen sieht man in einem Meer aus Verdi- und GEW-Fahnen unter anderem Studierende, Hochschulbeschäftigte und die Kanzlerin der Freien Universität (FU) Berlin, Andrea Güttner. Auf einem der zahlreichen Plakate steht: „Bildung braucht Räume!“, auf einem anderen: „Wir studieren kritisch. Leider auch eure Gesetzesentwürfe.“ Aus den Boxen dröhnt „Who let the dogs out“ von Baha Men.
Während draußen laut protestiert wird, setzen sich gleichzeitig im Abgeordnetenhaus die Politiker zum Wissenschaftsausschuss zusammen. Der Berliner Senat möchte eine zentrale Hochschulbaugesellschaft als neue Anstalt des öffentlichen Rechts gründen. Damit soll der massive Sanierungsstau (geschätzte acht Milliarden Euro) an den Berliner Universitäten und Hochschulen endlich effizienter abgebaut werden. Landesweit sollen weitreichende Aufgaben in den Bereichen Bau, Sanierung, Instandhaltung und Gebäudemanagement der Hochschulen von der Gesellschaft übernommen werden.
Das Vorhaben ist stark umstritten. Hochschulleitungen, Personalräte und Gewerkschaften befürchten einen massiven Verlust der Hochschulautonomie. Zudem gibt es große Sorgen um Arbeitsplätze in den technischen Abteilungen und den Erhalt von Tarifverträgen.






