Anstieg von Hinrichtungen: Neue barbarische Gegenwart
Laut Amnesty International gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 44 Jahren nicht mehr. Diese Trendumkehr ist bezeichnend für die neue Gegenwart.
Porträts von Hinrichtungsopfern während einer Demonstration für einen freien Iran in Berlin am 21. Juni 2025
Hannibal Hanschke/epa
D ie Todesstrafe wirkte lange Zeit wie eine kulturelle Scheidelinie, die heute Aufklärung und Universalismus markiert. Dass auch Staaten wie die USA und Singapur exekutieren, galt dabei als eine Art Anomalie. Sie änderte nichts an einer Fortschrittsvorstellung, in der die Abschaffung der Todesstrafe in einer Reihe mit anderen zivilisatorischen Schüben – etwa dem Ende von Sklaverei oder Kolonialismus oder der Einführung des Frauenwahlrechts – steht.











