Der Kölner Übersetzungsdienst DeepL verarbeitet Kundendaten ab dem 20. Mai nicht mehr ausschließlich auf eigenen Servern in Deutschland und Island. Das Unternehmen ergänzt seine Infrastruktur künftig um die Cloud-Dienste des US-amerikanischen Anbieters Amazon Web Services (AWS). Die Änderung erlaube es dem Unternehmen, Daten in einem internationalen Maßstab zu verarbeiten, was seine „Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und technische Infrastruktur“ verbessere. DeepL hat seine Kunden bereits per E-Mail über den Schritt informiert.
Die neuen Nutzungsbedingungen gelten als akzeptiert, wenn Kunden nicht aktiv widersprechen. Nutzer, die der Einbindung von AWS widersprechen, können ihr Abonnement nur noch bis zum Ende ihres aktuellen Abrechnungszeitraums weiternutzen, maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2026. In diesem Fall sollen die Daten der widersprechenden Nutzer bis zum Vertragsende auf der eigenen Infrastruktur belassen werden. Für neue Verträge und Verlängerungen wendet DeepL diese aktualisierten Infrastruktur-Bedingungen bereits seit Jahresbeginn an.
Standardmäßig verarbeitet DeepL die Inhalte der Anwender künftig weltweit in verschiedenen AWS-Regionen, darunter die EU, die USA und Japan. Nur Kunden mit speziellen Vertriebsverträgen, wie etwa Enterprise-Abonnenten, erhalten die Möglichkeit, eine feste Region für die Datenverarbeitung auszuwählen.










