Ein Zug fährt durch die Wüste von Palästina, Reiter galoppieren neben ihm her, ihr Anführer entert einen Waggon und tritt ins Passagierabteil. Er geht die Sitzreihen entlang und lässt sich von den Passagieren – bürgerlich, wohlhabend – Geld und Schmuck aushändigen, selbst Ohrringe. Man kennt diese Szene aus Dutzenden amerikanischen Western. Die Räuber hier sind patriotisch motiviert, sie kämpfen um ihr Land, das ihnen genommen wird, und die Arbeit, die ihnen versagt wird. Die überfallenen Passagiere reagieren indigniert und irritiert, ein bisschen Empörung ist auch dabei, aber doch auch eine gewisse Solidarität, ein Einverständnis, das man nicht kennt aus den Western.
"Palästina 36" im Kino: Kann man Boden besitzen?
Der Einzug der Moderne zerstört den Traum der Gemeinsamkeit: Das Historiendrama erzählt von den Ursprüngen des Nahostkonflikts.









