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Man möchte weinen. Und kann es doch nicht, weil die beiden es nicht können. In Paweł Pawlikowskis Film Vaterland, der gerade in Cannes seine Weltpremiere feierte, fahren Thomas und Erika Mann durch das Deutschland des Jahres 1949. In einem glänzenden schwarzen Buick durchqueren sie zerstörte Städte, passieren Kontrollpunkte zwischen Ost und West, lassen geduldig Chordarbietungen über sich ergehen. Sie (Sandra Hüller) sitzt am Steuer, ist Chauffeurin, Assistentin, Bedienstete, Vertraute. Er (Hanns Zischler) besetzt die Rückbank, immer in Jackett und Krawatte, die Zigarre in der Brusttasche. Je länger die Reise geht, desto verlorener wirken sie. Bis sie wieder werden, was sie auch sind: Vater und Tochter.
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