Hauptnavigation: Nutzen Sie die Tabulatortaste, um durch die Menüpunkte zu navigieren. Öffnen Sie Untermenüs mit der Leertaste. Schließen Sie Untermenüs mit der Escape-Taste.
Hauptnavigation: Nutzen Sie die Tabulatortaste, um durch die Menüpunkte zu navigieren. Öffnen Sie Untermenüs mit der Leertaste.
In Cannes wirft Paweł Pawlikowski ein grelles Licht auf Thomas Mann in seinen schwersten Tagen. Selten hat man deutsche Schauspieler so gut gesehen. Der Film ist ein Triumph – und ein Röntgenbild der deutschen Seele.
Eine Fahrt durchs zerstörte Frankfurt, aufgenommen aus einer Art göttlichen Perspektive, erst schwebend über einem Motorrad, dann ohne Schnitt ein Rückzug in den vermeintlichen Schutzraum eines gravitätischen Buick. Auf den Rücksitzen: Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter Erika (Sandra Hüller). Die kaputten Straßenzüge erzählen stumm die Geschichte des Krieges. Die Häuser liegen in Trümmern – eine der ersten Szenen von „Fatherland“.
Davor gab es nur ein Telefonat zwischen Erika und ihrem Bruder Klaus (August Diehl), der ausgemergelt und sichtbar lebensmüde im französischen Exil – ausgerechnet in Cannes, wo der Film als früher Favorit im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft – nackt neben dem Bett sitzt. Darin: der Rücken eines anonymen Liebhabers, der gleich grußlos das Zimmer verlässt. Schon hier beginnen die Bilder zu sagen, was die Figuren verschweigen. Sie tragen die Trauer eines kontrastreichen Schwarz-Weiß.












