Australien zwingt mehrere mit China verbundene Aktionäre zum Verkauf ihrer Anteile an dem auf seltene Erden spezialisierten Unternehmen Northern Minerals. Australiens Finanzminister Jim Chalmers erklärte am Montag, sechs Anteilseigner mit Adressen in China, Hongkong und den Britischen Jungferninseln müssten ihre Aktien verkaufen. Chalmers begründete dies mit der Notwendigkeit, den strategisch wichtigen Sektor vor ausländischer Einflussnahme zu schützen.
»Wir betreiben einen robusten und nicht diskriminierenden Rahmen für ausländische Investitionen und werden nötigenfalls weitere Schritte unternehmen, um unser nationales Interesse in dieser Angelegenheit zu schützen«, erklärte Chalmers weiter.Nationales Interesse schützenDas australische Unternehmen Northern Minerals will Chinas Vormachtstellung bei der Produktion von Dysprosium herausfordern. Das Metall wird für Hochleistungsmagnete verwendet, die unter anderem in Elektroautos zum Einsatz kommen. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit fast 99 Prozent des weltweit produzierten Dysprosiums in China hergestellt.
Northern Minerals besitzt Rechte an einem bedeutenden Dysprosium-Vorkommen bei Browns Range im Bundesstaat Westaustralien und bezeichnet sich selbst als »zuverlässige Alternative« zu in China geförderten Rohstoffen. Bereits 2024 hatte Canberra auf Grundlage derselben Regeln eine andere Gruppe chinesischer Investoren zum Verkauf von Anteilen an Northern Minerals gezwungen.










