Eine gelungene Schweiz-Dystopie, ein misslungener Familienfilm: Die Kulturtipps der «NZZ am Sonntag»Was muss man gelesen, gesehen oder gehört haben - und was eher nicht?Peer Teuwsen, Denise Bucher, Martina Läubli, Frank Heer, Manfred Papst17.05.2026, 05.30 Uhr4 LeseminutenLiteratur: Spannende Schweiz-DystopieHat einen Sprung nach vorne gemacht: die Zürcher Autorin Seraina Kobler.Valentin Hehli / CH MediaDie Zürcher Autorin Seraina Kobler schreibt mit «Tal der Schwalben» eine spannende Dystopie über eine Schweiz, die die Alpen zur Sperrzone erklärt hat. Zugleich ist der Roman ein Buch über unseren Begriff von Heimat. Lesen Sie hier die Rezension von Peer Teuwsen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Film: Kinder finden «The Sheep Detectives» nicht lustigAlles rausgewaschen, was provokativ sein könnte: Hugh Jackman als Schafhirte George Hardy in «The Sheep Detectives».Amazon MGM Studios via APEine deutsche Doktorandin, die sich Leonie Swann nennt, beschloss eines Tages, eine Geschichte über Schafe zu schreiben, die einen Mordfall lösen. Ihr Roman «Glennkill» wurde 2005 zum Bestseller und ihre Dissertation nie fertig. In «Glennkill» finden Schafe namens Othello, Miss Maple und Mopple the Whale (das einzige Schaf mit einem Gedächtnis) ihren Hirten George eines Morgens erstochen auf der Wiese.Als die Schafe ein paar Menschen, die unbedingt in Georges Wohnwagen reinwollen, von «Gras» reden hören, wundern sie sich darüber ebenso wie über die Tatsache, dass manche Angehörige dieser Spezies Suizid begehen – die wahre Todesursache von George.Drogen, Suizid, Blut, das alles kommt nicht vor in der Verfilmung «The Sheep Detectives» von Kyle Balda. In der Brust von George (Hugh Jackman) steckt kein Spaten, er starb an Gift. Das Dorf heisst nicht mehr Glennkill, sondern Denbrook und das schwarze Schaf nicht mehr Othello, sondern Sebastian.Dass alles aus diesem literarischen Schafsgarn herausgewaschen worden ist, was provokativ sein könnte, überrascht wenig, denn «The Sheep Detectives» wurde von Amazon produziert. Weil wegen Richtlinien des Hauses alles rausmusste, was Schafe an Menschenverhalten komisch finden könnten, und niemand Ideen hatte für kinderfreundlichen Humor, macht diese Verfilmung wenig Spass. Auch Emma Thompson als spöttische Anwältin hilft nicht.Die sprechenden, computergenerierten, real aussehenden Schafe haben nicht halb so viel Charme wie die stummen Knetfiguren aus dem Trickfilm «Shaun das Schaf». Es sassen sehr viele Kinder in der Nachmittagsvorstellung an Auffahrt, aber gelacht haben sie wenig.★★✩✩✩ The Sheep Detectives. IRL/UK/USA 2026, 109 Minuten. Im Kino.
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Was muss man gelesen, gesehen oder gehört haben - und was eher nicht?








