Es werden wieder mehr Baugenehmigungen erteilt, dennoch bleiben Risiken für die Baubranche. Das bekommt der Dämmstoff- und Farbenhersteller Sto zu spüren. Dessen Aktienkurs ist weit von Rekorden entfernt.

Die Zahl der Baugenehmigungen steigt – und die Bauindustrie hofft auf eine Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsbau. Doch zugleich gibt es Stimmen, die auf Risiken durch den Irankrieg und die Problematik von steigenden Zinsen hinweisen.

Daher wird manche notwendige Sanierung auch im energetischen Bereich auf die lange Bank geschoben, weil die wirtschaftliche Lage für Bauherren und Unternehmen nicht einfach ist. Dies bekommt der in Stühlingen nahe Freiburg ansässige börsennotierte Dämmstoff- und Farbenhersteller Sto SE & Co. KGaA unmittelbar zu spüren.

Die Rahmenbedingungen für die im S-Dax notierte Aktie bleiben sehr anspruchsvoll. Seit Anfang des Jahres gab das Papier in der Spitze um bis zu 18 Prozent im Kurs nach und notierte zuletzt knapp über 100 Euro. Von seinem Hoch bei 260 Euro Ende 2022 ist der Anteilsschein damit weit entfernt.

Der Mittelständler ist einer der führenden Anbieter von Wärmedämmverbundsystemen. Und im Kursrückgang spiegelt sich sicherlich auch, dass in einigen Ländern die Förderprogramme für die energetische Sanierung zum Teil beschnitten worden sind. Trotz der Einschnitte von staatlicher Seite rechnet das Unternehmen langfristig weiterhin mit einer Zunahme der Nachfrage nach Wärmedämmverbundsystemen.