Vor dem Ausdauersport steht oftmals der innere Schweinehund. Da ist es nicht überraschend, dass mehr als ein Drittel der Deutschen in einer Befragung der Deutschen Herzstiftung und FitX im September 2025 angaben, überhaupt keinen Sport zu treiben. Zu wenig Sport erhöht nicht nur das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern man verpasst auch die Chance, sein Stresslevel zu reduzieren.Anzeige

Sport mit und ohne Musik: Forscher testen die Wirkung von eigenen Playlists

Um den Einstieg in ein tägliches Sportprogramm zu erleichtern, können angenehme Rahmenbedingungen helfen: Viel untersucht wurde die Rolle von Musik während der Sporteinheit. Dass Musik hilft, seine Leistung zu verbessern, davon zeugen viele populärwissenschaftliche Ratgeber, aber auch Studien. Ein Forscherteam der finnischen Universität Jyväskylä kann mit ihrer im Fachjournal „Psychology of Sport and Excercise“ veröffentlichten Studie jetzt beziffern, wie viel Einfluss eine selbst zusammengestellte Musik-Playlist während des Ausdauertrainings hat gegenüber einer Einheit ohne Musik.

Im Zentrum ihrer Untersuchung standen zwei intensive Radfahrtrainings auf feststehenden Heimtrainern. 29 gesunde Erwachsene, 15 Männer und 14 Frauen, die in ihrer Freizeit aktiv sind, absolvierten die Tests bei etwa 80 Prozent ihrer Spitzenleistung – einmal mit, einmal ohne Musik. Die Teilnehmer:innen hatten im Vorfeld selbst Musiktitel für das Training ausgewählt. Anforderung an die Lieder war das Tempo: Sie mussten im Bereich zwischen 120 und 140 Beats pro Minute liegen. In einer vorherigen Studie war diese Spanne als einflussreich für Radfahrtraining ermittelt worden.Anzeige