E
s ist eine Überraschung, aber im Wartezimmer von Martin Oswald gibt es tatsächlich zwei echte Stühle. In seiner Arztpraxis in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs können Patienten ihren Körper zwar auf kleinen asiatischen Hockern oder auf japanischen Reismatten ruhen lassen. Aber da steht auch ein Freischwinger aus Chrom und schwarzem Leder – für besonders bedürftige Menschen, die es ohne Stuhl einfach nicht aushalten. Weniger einladend ist ein gelb lackierter Holzstuhl, mit Stacheldraht umwickelt. Auf der Sitzfläche klebt ein Zettel: „Irgendwann tut es dann jedem irgendwo weh. Garantiert!“










