Mitten in … Paris
Paris, Champs-Élysées, Spaziergang mit einer Bekannten. Sie hat einen kleinen schwarzen Pudel, Ludek, er gehorcht aufs Wort. Wir beschließen spontan, ins Grand Palais zu gehen, zwei Ausstellungen gibt es da derzeit zu sehen: Nan Goldin und Matisse. Wir stellen uns in die Schlange vor der Kasse, kommt einer der Wärter auf uns zu, in welche Ausstellung wir denn wollten? Wir: Matisse. Er: Der Hund darf da nicht rein. Keine Hunde im Museum. Wir schauen uns enttäuscht an. Der Wärter, sichtlich um eine einvernehmliche Lösung bemüht: Falls es ein Blindenhund wäre, dann dürfe man ihn mitnehmen. Blinde also dürfen sich die Matisse-Ausstellung mit Blindenhund ansehen – falls sie denn sehen könnten. Ob die Ausnahmeregelung wohl auch für Nan Goldin gelten würde? Tut sie. In ganz Frankreich haben Blindenhunde Zutritt in Museen. Lars Reichardt








