Ich erlebe zurzeit etwas, das mich aufhorchen lässt. An der Universität und in der Arbeit mit Executive Teams höre ich immer häufiger den Satz: „Das gehen wir jetzt erst mal ohne KI an.“ Das geschieht nicht etwa aus Verweigerung oder Nostalgie heraus. Sondern als bewusste Entscheidung. Menschen, die KI täglich nutzen, wählen in bestimmten Momenten den schwereren Weg. Weil sie ahnen, dass etwas verloren geht, wenn sie es nicht tun.
Dieser Instinkt trifft auf eine aktuell heiß geführte Debatte: Sind bestimmte Generationen überhaupt noch bereit, sich anzustrengen? Sind sie faul oder klug? Sollten wir Grenzen setzen oder Verantwortung vermeiden? Die Diskussion ist oft laut – geht jedoch meist am Kern vorbei.
Ausgerechnet der Mann, dessen Chips die KI-Revolution erst möglich machen, gibt unerwartete Thesen preis: Jensen Huang, CEO von Nvidia und einer der einflussreichsten Technologieunternehmer der Welt, sagte kürzlich vor Stanford-Studenten einen beachtlichen Satz : Er wünsche ihnen reichlich Schmerz und Leid.
Matteo Cogliati
Wolfgang Jenewein ist Gründer und Geschäftsführer der Jenewein AG sowie Titular-Professor of Leadership der Universität St. Gallen. Er berät und coacht internationale Großkonzerne auf Vorstandsebene sowie Topathleten. Er forscht und lehrt zu Themen wie positive Führung, kulturelle Transformation und Führung von Hochleistungsteams in der Wirtschaft und im Sport.






