Vorlieben, Alltagssituationen, Schmerzpunkte – um gute Entscheidungen zu treffen, müssen Unternehmen ihre Kundinnen und Kunden kennen . Doch Marktforschung ist mühsam, sie kostet Zeit und Geld. Was können große Sprachmodelle (LLMs) in diesem Fall leisten?
Jeremy Korst gründete nach Führungsstationen bei Microsoft und T-Mobile die KI-Beratung Mindspan Labs. Er ist außerdem Partner des Marktforschungsunternehmens GBK Collective und Mitautor der jährlichen Studie der Wharton School zur Einführung von KI in Unternehmen.
Stefano Puntoni ist Professor für Marketing an der Wharton University of Pennsylvania und einer der Leiter der Forschungsabteilung AI at Wharton. Er untersucht, wie KI und Automatisierung das Konsumverhalten und die Gesellschaft verändern.
Olivier Toubia ist Professor für Marketing an der Columbia Business School und ein führender Experte im Bereich der quantitativen Marktforschung.
In der Marktforschung gibt es ein altes Problem: Daten aus quantitativen Methoden wie Umfragen liefern eine breite Wissensbasis , ihre Ergebnisse sind skalierbar und statistisch valide. Quantitative Methoden haben allerdings den Nachteil, dass sie auf standardisierten Selbstauskünften beruhen und nur oberflächliche Einblicke in die Lebenswelt der Befragten erlauben. Qualitative Herangehensweisen wie Tiefeninterviews liefern einen intensiveren Einblick in die Gedanken, Gefühle und Entscheidungsprozesse der Befragten. Sie eignen sich jedoch nicht, um allgemeine Schlussfolgerungen zu ziehen.







