Stand: 13.05.2026 • 18:59 Uhr
Mit viel Pomp hat Charles III. im britischen Parlament das Programm der Labour-Regierung vorgetragen. Dabei ist fraglich, ob der angezählte Premier Starmer es überhaupt noch umsetzen kann. Steht sein Nachfolger schon bereit?
Die "King's Speech" ist ein sehr traditionsreicher Bestandteil britischer Politik. Mehr Tradition geht fast nicht. Der König fuhr mit der Kutsche vor, der "Irish State Coach", und er trug im Palace of Westminster eine Krone, die "Imperial State Crown" mit 2.868 Diamanten, wie die BBC auf ihrer Homepage schreibt. Als Charles III. auf dem goldenen Thron Platz genommen hatte, wurde ihm die Rede überreicht, die er vortragen sollte: So funktioniert dieses merkwürdige Ritual.
Trotz des Prunks und der großen Symbolik war die Rede an sich eher nüchtern. Eine Aneinanderreihung zahlreicher Gesetzesvorhaben, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen. 35 Stück an der Zahl. Es ging um die vollständige Verstaatlichung des Stahlwerks British Steel. Es ging um das Wahlrecht ab 16, eine Verbesserung des Mietrechts, die Annäherung an die EU. Nichts, womit man die erbosten Wähler zurückgewinnen kann, die in der vergangenen Woche bei den Kommunal- und Regionalwahlen Labour abgestraft haben. Das ist aber auch nicht die Aufgabe dieser Rede.










