Italien im Blick: Für rund 1,2 Milliarden Euro kauft Michael Peter, der Chef der Zug-Sparte Siemens Mobility, den italienischen Zugtechnik-Anbieter Mermec
Siemens stärkt sein Bahntechnik-Geschäft mit einer milliardenschweren Übernahme in Italien. Der Münchner Technologiekonzern kauft das Kerngeschäft der süditalienischen Mermec mit Zug-Signal-, Diagnose- und Messtechnik, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Zwei mit der Transaktion vertraute Personen bezifferten den Preis gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters auf rund 1,2 Milliarden Euro. „Innerhalb unseres weltweit führenden Signaltechnikgeschäfts erweitert dieser Schritt unsere industrielle Präsenz in Italien und stärkt unser globales Diagnostikportfolio erheblich“, sagte Michael Peter (60), der Chef der Zug-Sparte Siemens Mobility.
Mermec ist vor allem für seine Messzüge bekannt, mit denen der Zustand der Schienen-Infrastruktur kontrolliert werden kann. Im Kerngeschäft kommt das Unternehmen aus Monopoli bei Bari mit 1700 Mitarbeitern laut einer Präsentation auf einen Umsatz von 430 Millionen Euro und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 17 Prozent. 75 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Mermec in Italien, wo das Unternehmen vor allem im Fernverkehr stark in der Signaltechnik ist. Das Signaltechnik-Geschäft in Frankreich, Großbritannien und Deutschland, das Mermec erst vor wenigen Jahren von der japanischen Hitachi Rail gekauft hatte, ist bei der Übernahme ausgeklammert.










