Siemens kauft italienischen Bahntechnik-Anbieter Mermec Siemens stärkt sein Bahntechnik-Geschäft mit einer milliardenschweren Übernahme in Italien. ⁠Der Münchner Technologiekonzern kauft das Kerngeschäft der süditalienischen Mermec mit Zug-Signal-, Diagnose- und Messtechnik, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Zwei mit der Transaktion vertraute Personen bezifferten den Preis gegenüber der Nachrichtenagentur ‌Reuters auf rund 1,2 Milliarden Euro. „Innerhalb unseres weltweit führenden Signaltechnikgeschäfts erweitert dieser Schritt unsere industrielle Präsenz in Italien und stärkt unser globales Diagnostikportfolio erheblich“, sagte Michael Peter, der Chef der Zug-Sparte Siemens ‌Mobility.Mermec ist vor allem für ‌seine Messzüge bekannt, mit denen der Zustand der Schienen-Infrastruktur kontrolliert werden kann. Im Kerngeschäft kommt das Unternehmen aus Monopoli bei Bari mit 1700 Mitarbeitern laut einer Präsentation auf einen Umsatz von 430 Millionen Euro und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von ​17 Prozent. 75 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Mermec in ⁠Italien, wo das Unternehmen vor allem im Fernverkehr stark in der Signaltechnik ist. Das Signaltechnik-Geschäft in Frankreich, Großbritannien und Deutschland, das Mermec ​erst vor wenigen Jahren von der japanischen Hitachi Rail gekauft hatte, ist bei der Übernahme ausgeklammert.Siemens verspricht sich von Mermec eine ⁠Ankurbelung des Umsatzes in ‌der Bahntechnik durch die Integration der Mermec-Produkte in das Angebot von Siemens in der Bahn-Infrastruktur. Mittelfristig soll das zu 400 Millionen Euro Mehrumsatz führen, langfristig zu 500 Millionen. Dabei setzt Siemens unter anderem auf die Modernisierung des Streckennetzes in ⁠Italien. Dazu ⁠kämen binnen zwei Jahren Einsparungen, die zu einem um 15 Millionen Euro höheren operativen Gewinn führten.Mermec-Eigentümer Vito Pertosa ⁠begründete den Verkauf ​mit seinem ⁠Alter: „Ich bin seit neun Monaten formal im ​Ruhestand. Mit meiner Gesundheit steht es derzeit nicht zum Besten, und meine Kinder ‌gehen ihre eigenen unternehmerischen Wege.“ Es sei ihm um die Zukunft seiner Mitarbeiter gegangen. Mit dem Erlös könne ​er in die anderen Unternehmen seiner Industrieholding Angelo investieren, ​die auch in der Luft- und Raumfahrt aktiv ist. Philipp von ReinersdorffChinesischer Autohersteller Xpeng verhandelt mit VW über WerkskaufXpeng verhandelt einer Zeitung zufolge mit Volkswagen ​und anderen Herstellern über den Kauf eines Werks in Europa. Der ⁠chinesische E-Autobauer wolle damit seinen internationalen Absatz ausbauen, berichtete die „Financial Times“ (FT) am Mittwoch. „Wir sprechen mit (Volkswagen) darüber, ob es hier in Europa einen geeigneten Standort ‌gibt“, sagte Elvis Cheng, Xpeng-Geschäftsführer für Nordosteuropa, auf einer Konferenz der Zeitung. Eine Stellungnahme von VW lag demnach zunächst nicht vor.Xpeng ‌lässt seine Fahrzeuge ‌für den europäischen Markt derzeit beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich bauen, stößt dort Cheng zufolge jedoch an Kapazitätsgrenzen. Der chinesische Konzern ziehe zudem den ​Bau eines neuen Werks in Betracht, ⁠da die VW-Fabriken „ein wenig alt“ seien, berichtete die „FT“ weiter.VW befindet sich in einem umfassenden ​Umbau und plant, seine Produktion in Europa zurückzufahren sowie Zehntausende Stellen abzubauen. Konzernchef Oliver ⁠Blume hatte ‌Ende April erklärt, das Unternehmen prüfe, ob es für chinesische Partner Möglichkeiten gebe, ungenutzte Kapazitäten in Europa zu übernehmen.Die beiden Autobauer kooperieren in China. ⁠VW hatte ⁠2023 rund 700 Millionen Dollar in eine Beteiligung von fünf Prozent an Xpeng investiert. ⁠Seit ​Kurzem ⁠läuft in der Volksrepublik das erste ​gemeinsam entwickelte Fahrzeug vom Band. Xpeng ist ‌nach der Kürzung von Elektroauto-Subventionen auf dem chinesischen Heimatmarkt verstärkt auf das ​Exportgeschäft angewiesen.Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Handel auf In den laufenden Tarifverhandlungen im Handel hat die Gewerkschaft Verdi zu den ersten Warnstreiks aufgerufen. Am Freitag sollen bundesweit Betriebe bestreikt werden, sagte Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. In Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Dortmund finden zudem Streikkundgebungen statt. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen hatte die Arbeitgeberseite in dieser Woche erste Tarifangebote für den Einzelhandel vorgelegt. Die Gewerkschaft wies sie zurück. Zimmer sprach von „vergifteten Angeboten“, die nicht einmal die Inflation ausgleichen würden. Die Arbeitgeber bieten von November an eine Erhöhung um zwei Prozent und ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent. Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro.Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel starteten im April in den ersten Landesbezirken. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte zuvor bereits vor unrealistischen Forderungen gewarnt. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gebe es „dieses Mal kaum Spielraum“ für Lohnerhöhungen. Im Handel arbeiten laut Verdi hierzulande rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die vorigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende konnten sich die Beschäftigten im Einzelhandel für 2023 bis 2025 über ein Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent freuen. Die Tarifbindung in der Branche ist seit Jahren rückläufig und vergleichsweise gering. Bundesarbeitsgericht: Beschäftigte von Ryanair-Tochter können Betriebsrat gründen Beschäftigte von Airlines mit Sitz im Ausland können auch an einem deutschen Standort einen Betriebsrat gründen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Mittwoch. Es ging um den Berliner Flughafen BER und die Ryanair-Tochter Malta Air. Diese hat in Berlin einen Standort mit etwa 320 Beschäftigten, die im Cockpit oder der Kabine arbeiten. Sie beginnen und beenden ihre Arbeit also im oder am Flugzeug. Entscheidungen etwa über Einstellungen und Entlassungen oder Beförderungen werden aber von der Leitung in Malta und Irland getroffen. Verhandlungen über eine Personalvertretung scheiterten. Nach Initiativen zur Wahl eines Betriebsrats wollte die Fluggesellschaft gerichtlich feststellen lassen, dass am Stationierungsort BER kein Betriebsrat gebildet werden kann. Ihrer Auffassung nach ist das nur möglich, wenn auch der Hauptbetrieb in Deutschland sitzt. Damit hatte die Airline schon vor dem Arbeitsgericht Cottbus und dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg keinen Erfolg. Nun scheiterte die Beschwerde gegen diese Entscheidungen auch vor dem Bundesarbeitsgericht. Ein Betriebsteil im rechtlichen Sinn kann dessen Beschluss zufolge auch dann vorliegen, wenn der Hauptbetrieb im Ausland liegt.Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begrüßte die Entscheidung. „Das Bundesarbeitsgericht hat heute sehr deutlich gemacht: Auch die Ryanair-Gruppe kann sich nicht durch trickreiche Konzernkonstruktionen oder formale Zuständigkeiten der Mitbestimmung entziehen“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende Christine Behle. 27 Milliarden Euro: Softbank dank Open AI mit größtem Gewinn der japanischen Geschichte Eine gestiegene Bewertung der Beteiligung am US-Softwarehaus ​Open AI hat Softbank zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Überschuss des ⁠Geschäftsjahres 2025/2026 sei mit umgerechnet 27 Milliarden Euro der höchste eines japanischen Unternehmens überhaupt, sagte Yoshimitsu Goto, Finanzchef des Technologie-Investors, am Mittwoch. Allein ‌im abgelaufenen Quartal habe Softbank einen Gewinn von knapp zehn Milliarden Euro verbucht, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.Softbank hatte ‌sich im vergangenen ‌Jahr für 30 Milliarden Dollar am ChatGPT-Entwickler Open AI beteiligt. Seither hat sich die Bewertung des auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Start-ups auf etwa 850 Milliarden ​Dollar mehr als verdoppelt. Zudem steuert ⁠das Unternehmen auf einen Börsengang zu. Daneben arbeitet Softbank gemeinsam mit Open AI und dem SAP-Rivalen ​Oracle am US-Projekt „Stargate“, in dessen Rahmen KI-Rechenzentren im Volumen von 500 Milliarden Dollar ⁠gebaut werden ‌sollen.Zur Finanzierung dieser Vorhaben hat Softbank in den vergangenen Monaten Anteile am US-Mobilfunker T-Mobile und dem Chipkonzern Nvidia verkauft, Anleihen ausgegeben sowie Kredite ⁠aufgenommen. Die Rating-Agentur ⁠Standard & Poor's (S&P) prüft inzwischen eine Herabstufung der Bonität der Beteiligungsgesellschaft. Der Umfang ⁠der ​Wette ⁠auf ein weiteres Wachstum des KI-Entwicklers ​Open AI sei angesichts des verschärften Wettbewerbs mit Google ‌und Anthropic eine Gefahr für die Kreditwürdigkeit von Softbank. Trump lädt Nvidia-Chef kurzfristig zu China-Reise ein Nvidia-Chef Jensen Huang hat sich kurzfristig der China-Reise von US-Präsident Donald Trump angeschlossen. Trump rief Huang am Dienstag persönlich an, nachdem Medien berichtet hatten, er ‌sei nicht eingeladen worden, wie ein Insider mitteilte. Der Chef des Chip-Konzerns wurde von Reportern ‌beim Boarding ‌der Air Force One in Alaska gesehen. Auf der ursprünglichen Gästeliste des Weißen Hauses standen unter anderem Tesla-Chef Elon Musk und Apples Tim Cook. Die späte Einladung deutet darauf hin, dass Nvidias H200-Chips auf der Gipfel-Agenda stehen könnten. Diese wurden bislang ‌nicht nach China verkauft, obwohl die Trump-Regierung im Januar grünes Licht mit Auflagen gegeben hatte. Viele der mitreisenden Unternehmen sehen den Gipfel als politische Öffnung, um regulatorische Hürden in China zu überwinden. Allianz erzielt Rekordgewinn Der Versicherungskonzern Allianz ist mit einem Rekordgewinn in das neue Jahr gestartet. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stieg der operative Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das Rekordergebnis wertete der Vorstandsvorsitzende Oliver Bäte als Beweis des starken Fundaments und der Wirksamkeit der kundenzentrierten Strategie. Das gesamte Geschäftsvolumen, also die Summe aus Versicherungsprämien und Fondsgebühren, erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 53 Milliarden Euro.Für Claire-Marie Coste-Lepoutre, die im Vorstand Finanzen verantwortet, hat die Allianz in den ersten drei Monaten 2026 an die Dynamik eines hervorragenden Jahres 2025 angeknüpft. Sie verwies auf das starke Wachstum in der Schaden-Unfallversicherung und in der Vermögensverwaltung. Im Schaden-Unfall-Geschäft legte der operative Gewinn um elf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Das lag auch an den geringeren Schäden sowie niedrigeren Kosten. In der Vermögensverwaltung flossen den Fonds von Pimco und Allianz Global Investors 45,2 Milliarden Euro zu. Das waren 58 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und so viel wie noch nie zuvor in einem ersten Quartal. Das verwaltete Vermögen stieg über die Marke von zwei Billionen Euro. Der Versicherer ‌sieht sich auf Kurs, seine Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Allianz hat sich für das Gesamtjahr einen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro vorgenommen, mit einer Abweichung nach unten und nach oben von jeweils einer Milliarde Euro. RWE startet mit Gewinnsprung ins JahrWeil mittlerweile ein so hoher Anteil erneuerbarer Energien im System steckt, wird das Wetter zu einem entscheidenden Faktor für die Geschäfte der Stromunternehmen. So verhalfen verbesserte Windverhältnisse in Europa dem in Essen ansässigen Energiekonzern RWE im ersten Vierteljahr 2026 zu einem deutlich gesteigerten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zu dem höheren Gewinn trug auch bei, dass RWE seit Ende März 2025 neue Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 2,3 Gigawatt in Betrieb genommen, sowie eine Entschädigungszahlung des niederländischen Staates erhalten hat. Nur im Energiehandel liefen die Geschäfte schwächer.Finanzchef Michael Müller hob in einer Mitteilung am Mittwoch hervor, dass nach dem ersten Quartal schon ein Drittel des prognostizierten Gewinns erreicht sei. RWE kam im ersten Vierteljahr auf ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,6 Milliarden Euro; im Vorjahresquartal waren es 1,3 Milliarden Euro gewesen. Das bereinigte Nettoergebnis stieg von 0,5 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf nun 0,6 Milliarden Euro. Je Aktie waren das 85 Cent. „Nach einem guten Start ins Jahr bekräftigen wir unsere Ergebnisprognose", sagte Müller. Konzernweit erwartet RWE im laufenden Jahr ein Wachstum des operativen Ergebnisses von 5,1 auf 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn soll 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro erreichen. VW-Dachgesellschaft macht fast eine Milliarde Euro VerlustEine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Porsche SE einen Verlust von 923 Millionen Euro, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Ein Jahr zuvor war ein noch etwas größerer Fehlbetrag von 1,08 Milliarden Euro angefallen. Auf den Beteiligungsbuchwert an der Volkswagen AG nahm die Holding der Eigentümerfamilien Porsche und Piech eine Wertberichtigung von 1,3 Milliarden Euro vor.Das Unternehmen habe bei dem um Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis einen Gewinn erzielen und seine Finanzierungsstruktur weiter stärken können, sagte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch laut Mitteilung. „Allerdings müssen die lange Zeit gut funktionierenden Geschäftsmodelle unserer Kernbeteiligungen grundsätzlich auf neue Marktbedingungen ausgerichtet werden“, sagte Pötsch mit Verweis auf die laufenden Sparprogramme bei den Kernbeteiligungen. Sowohl die Volkswagen AG als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenhersteller Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 bis 3,5 Milliarden Euro an.Eon wächst, investiert aber im ersten Quartal wenigerDer Energiekonzern Eon hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs Zuwächse erreicht, aber weniger in den Netzausbau investiert als im ersten Vierteljahr 2025. Insgesamt nahm das in Essen ansässige Unternehmen 1,4 Milliarden Euro in die Hand, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau, der Modernisierung und der Digitalisierung der Energieinfrastruktur, sowie auf Wachstumsinvestitionen gelegen habe, wie Eon am Mittwoch mitteilte. Wegen des kalten und nassen Wetters im Januar habe Eon jedoch manche Arbeiten an der Netzinfrastruktur verschieben müssen, weshalb die Investitionen in diesem Bereich neun Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Investitionsziele des Konzerns für die kommenden Jahre sind ehrgeizig; zuletzt hatte sie Eon für den Zeitraum 2026 bis 2030 auf 48 Milliarden Euro hochgeschraubt. Die Energiewende macht es nötig, dass viele neue Photovoltaikmodule und Windräder Netzanschlüsse brauchen; hinzu kommt, dass immer mehr stromfressende Rechenzentren entstehen und Industrieunternehmen häufiger auf elektrische Prozesse umstellen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Konzerns ⁠legte im ersten Quartal um zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu, der bereinigte Gewinn sogar um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Eons Strategie greife und die Investitionen wirkten, sagte Finanzchefin Nadia Jakobi. „Entsprechend bestätigen wir unsere Jahresprognose und unsere mittelfristigen Ziele bis 2030 vollumfänglich.“ Der Konzern ​erwartet im laufenden Jahr weiter ein bereinigtes Ebitda von 9,4 bis 9,6 ⁠Milliarden Euro ‌und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro. RTL mit stabilem Umsatz dank Streaming-Wachstum Dem Medienkonzern RTL machte die anhaltende TV-Werbeflaute auch im ersten Quartal zu schaffen. Rückenwind kam aber vom Streaming-Geschäft. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Der Umsatz lag mit rund 1,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Dies lag auch im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Dabei konnten geringere Umsätze aus der TV-Werbung vor allem durch höhere Erlöse im Streaming ausgeglichen werden.Insgesamt verringerten sich die Werbeumsätze um 3,2 Prozent auf 663 Millionen Euro. Der TV-Werbeumsatz sank dabei deutlich um 6,5 Prozent auf 474 Millionen Euro. Die Erlöse mit digitaler Werbung stiegen indessen um 14,6 Prozent auf 118 Millionen Euro. Gut lief es bei den Streaming-Diensten. Hier kletterte der Umsatz um 27 Prozent auf 141 Millionen Euro. TUI-Chef erwartet keinen Kerosin-EngpassDer Reisekonzern TUI geht ​nicht von einem Mangel an ⁠Flugbenzin als Folge des Iran-Kriegs im Sommer aus. „Die Diskussion ist sehr erstaunlich“, sagte ‌TUI-Chef Sebastian Ebel am Mittwoch. „Es gibt gar keine Indikation dafür.“ Andere Lieferländer seien ‌in die ‌Lücke gesprungen, die durch das Ausbleiben von Öllieferungen aus dem Nahen Osten aufgrund ​der Blockade der ⁠Schiffsroute am Persischen Golf gerissen worden sei. Es gebe Lagerbestände. Gleichzeitig ​sei die Ölnachfrage aufgrund der ⁠gestiegenen Preise gesunken. „Wir gehen ‌davon aus, dass wir keinen Engpass haben werden“, betonte Ebel.TUI selbst ⁠habe sich gegen ⁠einen Preisanstieg von Kerosin mit Termingeschäften abgesichert - ⁠im ​Sommer ⁠gelte das für ​85 Prozent des Bedarfs, im ‌Winter für rund 60 Prozent. Ben MenglerMercedes-Benz verkauft Autohäuser in Berlin und Brandenburg Der Autobauer Mercedes-Benz verkauft seine Autohäuser in Berlin und Brandenburg. Die konzerneigene Niederlassung Berlin-Brandenburg werde von der im Vereinigten Königreich sitzenden Global Auto Holdings (GAHL) übernommen, teilte der Stuttgarter Dax-Konzern am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Betroffen seien fünf Autohäuser in Berlin und zwei in Brandenburg, sagte ein Sprecher. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.In der Niederlassung arbeiten den Angaben zufolge mehr als 1.100 Menschen. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe und soll Ende dieses Jahres vollzogen werden. GAHL führe bereits seit Jahren Betriebe von Mercedes-Benz in Großbritannien und in den USA, teilte Mercedes mit. Dass Mercedes seine Autohäuser verkaufen will, ist schon seit 2024 bekannt. Betroffen waren nach damaligen Angaben von Mercedes-Benz etwa 8.000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt waren. Nach Protesten der Beschäftigten verkündete Mercedes im Sommer 2024 eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern.Mitte des vergangenen Jahres hatte Mercedes mit Neu-Ulm seine erste Niederlassung verkauft. Darüber hinaus habe Mercedes im vergangenen Jahr bereits Niederlassungen in Koblenz, Mainz, Dortmund und Lübeck veräußert, teilte der Autohersteller nun mit. Anfang dieses Jahres seien zudem Verträge zum Verkauf der Niederlassungen in Aachen, Kassel, Würzburg, Wuppertal, Reutlingen und Hannover unterzeichnet worden.Ein Berliner Mercedes-Benz-Mitarbeiter spricht gegenüber der „B.Z.“ von 30.000 Euro Abfindung und „ein paar" Monatsgehältern, die die Beschäftigten bekämen, wenn sie gehen wollten. Andernfalls sei die Weiterbeschäftigung nur für ein Jahr garantiert. Anschließend sollen die bisherigen Mercedes-Benz-Arbeitsverträge aufgelöst und neue Verträge geschlossen werden. Die Beschäftigten hätten per E-Mail von dem Verkauf an den Investor erfahren. Am Mittwoch findet in Berlin demnach eine außerordentliche Mitarbeiterversammlung statt.Schneider wird Chef des Siemens-Aufsichtsrats nach der Hauptversammlung 2027 Künftiger Vorsitzender des Aufsichtsrats (AR) im Technologiekonzern Siemens wird Ulf Mark Schneider nach der Hauptversammlung (HV) 2027. Das beschloss der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Dienstag. Dass der frühere Nestle- und Fresenius-Chef den Dänen Jim Hagemann Snabe als Chefkontrolleur ablösen wird, ist schon länger bekannt. Er war auf der HV im Februar 2025 in den Aufsichtsrat gewählt worden und galt seitdem als Nachfolger von Snabe. Nur der Zeitpunkt für den Stabwechsel ist bislang noch nicht mitgeteilt worden.Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat am Dienstag mit seiner künftigen Zusammensetzung. Die Anteilseigner im Aufsichtsrat planen, für die HV 2027 Ola Rollén, Marion Helmes und Christoph von Seidel als neue Mitglieder und für die Wiederwahl Regina Dugan, Keryn Lee James und Matthias Zachert vorzuschlagen. Benoît Potier wird sich nicht zur Wiederwahl stellen und mit Ablauf seiner regulären Amtszeit zum Ende der HV im kommenden Jahr aus dem Gremium ausscheiden.Nach mehr als zwölf Jahren Mitgliedschaft im Aufsichtsrat werden nach Ablauf der HV 2027 Jim Hagemann Snabe und Nathalie von Siemens ausscheiden. Nach dem Corporate-Governance-Kodex für gute Unternehmensführung gilt die Unabhängigkeit eines Aufsichtsrats als gefährdet, wenn er dem Gremium länger als zwölf Jahre angehört. Siemens vor Übernahme in Italien Siemens will seine Zugsparte einem ⁠Insider zufolge mit der Übernahme des italienischen Signal- und Schienenmesstechnik-Herstellers Mer Mec stärken. Die Transaktion mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro könne noch ‌in dieser Woche bekanntgegeben werden, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte als erste über ‌das Interesse von Siemens ‌berichtet.Mer Mec mit Sitz in Monopoli bei Bari gehört einer Investmentholding ihres Vorstandschefs Vito Pertosa, der auch an Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt beteiligt ist. Ein ​Mer-Mec-Sprecher sagte, das Unternehmen könne ⁠sich erst am Mittwoch zu dem Thema äußern. Derzeit gebe es nichts zu berichten. Siemens wollte ​zu den Informationen keine Stellung nehmen.Mer Mec stand Insidern zufolge seit Längerem zum Verkauf. Das ⁠Kerngeschäft des Unternehmens ‌sind Messzüge, mit denen man den Zustand der Schieneninfrastruktur kontrollieren kann. Mer Mec übernimmt die Messungen auch als Dienstleister selbst. Die Messtechnik wird inzwischen auch in ⁠der Stahlindustrie eingesetzt. Vor ⁠gut zwei Jahren war Mer Mec mit der Übernahme des Signalanlagen-Geschäfts der japanischen ⁠Hitachi ​in Deutschland, ⁠Frankreich und Großbritannien mit 550 Mitarbeitern auch ​in dieses Geschäftsfeld expandiert. Hitachi Rail musste sich ‌auf Geheiß der Kartellbehörden von dem Geschäft nach der Übernahme von Thales GTS ​trennen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software