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Armin Laschet warnt vor einer außenpolitischen Schwäche der EU und spricht von „Selbstentmündigung Europas“. Er fordert diplomatische Handlungsfähigkeit und ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“.

Vor der Verleihung des Karlspreises an den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat der Unions-Außenpolitiker Armin Laschet den geringen Einfluss der Europäischen Union in der Weltpolitik angeprangert. „Europa ist international so schwach, weil es eher moralisiert, statt aktiv Diplomatie voranzubringen“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur.

„Zwischen Russland und der Ukraine verhandeln nur amerikanische Geschäftsleute, weil die EU sich weigert, ihre eigenen Positionen diplomatisch mit Stärke gegenüber Russland zu vertreten“, sagte der CDU-Politiker, der auch Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums ist. Er bezeichnete dies als „absurd“. „Das ist eine Selbstentmündigung Europas.“