„Gravierende und anhaltende Standortkrise": VDA-Chefin Hildegard Müller
Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit einem weiteren deutlichen Stellenabbau in der Autoindustrie. „Wir müssen leider nach aktuellen Berechnungen von einem Beschäftigungsverlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035 ausgehen, also etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr als bisher angenommen“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller (58) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Davon seien von 2019 bis 2025 schon 100.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, sagte Müller weiter. Ursprünglich war laut VDA der Abbau von 190.000 Arbeitsplätzen im Zeitkorridor von 2019 bis 2035 vorhergesagt worden. „Betroffen sind insbesondere die Zulieferbetriebe, weil auf dem Weg vom Verbrennermotor zur Elektromobilität gerade in der Zulieferindustrie viele Arbeitsplätze verloren gehen werden“, erklärte die VDA-Chefin.
Autohersteller und viele Autozulieferer hatten erst Anfang Mai neue Sparpläne bekannt gegeben, die meist mit einem drastischen Stellenabbau einhergehen. Allein die ehemalige Autosparte von Continental, Aumovio, deren Aktionäre sich heute zur Hauptversammlung treffen, hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 20.000 Stellen gestrichen. In dieser Woche gab der Autozulieferer Mahle bekannt, sein Werk im bayerischen Neustadt mit 350 Mitarbeitern zu schließen.






