Mit der Landung der Air Force One um exakt 19:53 Uhr Ortszeit in Peking beginnt ein neues Kapitel der chinesisch-amerikanischen Freundschaft. So jedenfalls die Lesart, die Pekings Choreografie an diesem Abend nahelegen soll. Roter Teppich, Ehrengarde, Militärkapelle, Hunderte junge Chinesen in blau-weißen Uniformen mit Fähnchen beider Länder. Der Flughafen ist hell ausgeleuchtet, entlang der Stadtautobahn ins Zentrum wehen die Flaggen Chinas und der Vereinigten Staaten.
Dann tritt Donald Trump aus dem Flugzeug, steigt langsam die Gangway hinab, am Fuß der Treppe empfängt ihn Chinas Vizepräsident Han Zheng. Die beiden Männer schütteln sich die Hände, dann überreicht ein Mädchen im roten Kleid einen Blumenstrauß. Trump lächelt, wendet sich Han zu, die beiden gehen nebeneinander den Teppich entlang. Am Ende wartet „The Beast“, die eigens für den Besuch eingeflogene gepanzerte Limousine des US-Präsidenten. „Das wird eine aufregende Reise“, hatte Trump vor dem Abflug gesagt. „Es werden viele gute Dinge passieren.“
Im Internet darf man kommentieren: „Unser Land ist stark!“
Dass es in Peking an diesem Abend nicht nur um Freundschaft geht, lässt sich schon anhand der Sicherheitsvorkehrungen erahnen. Rund um die Hotels der amerikanischen Delegation sind Straßen gesperrt, Absperrgitter gezogen, Polizisten postiert. Vor Einfahrten stehen Polizeifahrzeuge, an zahlreichen Kreuzungen in Peking leiten Sicherheitskräfte den Verkehr um. Auch am Himmelstempel, den Trump am Donnerstag besuchen soll, wurden die Vorkehrungen verschärft. Die Botschaft ist dieselbe wie auf dem Rollfeld, nur in einer anderen Sprache: Peking kontrolliert diesen Besuch bis ins Detail.










