PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikTrump in China – kann der Präsident im Iran-Konflikt auf Xis Hilfe hoffen?Stand: 13.05.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: REUTERS/Evan VucciMit rund sechs Wochen Verzögerung beginnt Donald Trump seinen großen Besuch in China. Im Fokus der Gespräche mit Machthaber Xi Jinping stehen der Iran-Krieg, die Situation rund um Taiwan und der Handelskonflikt zwischen den Großmächten.Während Trump auf große Deals und Bilder hofft, nutzt Peking die geschwächte Position der USA strategisch aus. Innenpolitisch geht es außerdem um den erbitterten Streit zwischen Demokraten und Republikanern über den Zuschnitt neuer Wahlkreisgrenzen vor den Midterms. Hier können Sie die Folge direkt hören:
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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um Donald Trumps China-Reise und die geopolitischen Konflikte, die den Gipfel mit Staatschef Xi Jinping prägen. Im Mittelpunkt stehen der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Folgen des Iran-Kriegs und die wachsenden Spannungen um Taiwan.Der Besuch in Peking war lange vorbereitet worden, galt schon vor seinem Beginn als diplomatisch heikel - und musste aufgrund des Iran-Krieges bereits verschoben werden. Während Trump bei der Reise auf wirtschaftliche Zugeständnisse und symbolträchtige Bilder hofft, verfolgt China deutlich größere strategische Ziele. Asien-Korrespondentin Christina zur Nedden beschreibt Taiwan dabei als eigentliche „Verhandlungswährung“ des Treffens.China könnte im Konflikt mit dem Iran erheblichen Einfluss ausüben, da Peking einer der wichtigsten Abnehmer iranischen Öls ist. Im Gegenzug erwartet Xi Jinping jedoch offenbar Zugeständnisse in der Taiwan-Frage. Diskutiert wird unter anderem, ob die USA ihre militärische Unterstützung für Taiwan langfristig einschränken könnten.Verschobenes KräfteverhältnisDer Handelskonflikt belastet inzwischen nicht mehr nur das Verhältnis zu China, sondern auch den US-Präsidenten persönlich. Mehrere Entscheidungen des US-Supreme-Courts haben Trumps Zollpolitik zuletzt eingeschränkt. Gleichzeitig zeigte Peking seine wirtschaftliche Macht, etwa durch Exportbeschränkungen bei seltenen Erden. US-Korrespondentin Stefanie Bolzen verweist darauf, dass viele der angekündigten wirtschaftlichen Effekte der amerikanischen Zollpolitik bislang ausgeblieben seien.Hinzu kommt ein diplomatischer Trend, den Peking zunehmend für sich nutzt. Zahlreiche westliche Regierungschefs reisten in den vergangenen Monaten nach China, um Handelsabkommen und wirtschaftliche Kooperationen auszubauen. Für Xi Jinping entsteht dadurch die Möglichkeit, die USA international als unzuverlässigen Partner erscheinen zu lassen.Trump bekommt die Bilder – Xi kontrolliert die BotschaftTrotz der Spannungen setzt China beim Besuch auf maximale Inszenierung. Geplant sind ein Staatsbankett, Gespräche in der Großen Halle des Volkes und ein Treffen im abgeschirmten Machtzentrum Zhongnanhai. Damit erhält Trump genau jene Bühne, die er für seine politische Selbstdarstellung sucht.Doch gerade darin liegt die besondere Dynamik des Gipfels: Beide Staatschefs wollen Stärke demonstrieren, ohne öffentlich nachzugeben. Welche Signale tatsächlich hinter den Kulissen vereinbart werden, dürfte erst nach dem Treffen sichtbar werden.











