PfadnavigationHomePanoramaRettungsaktionWo ist der Buckelwal? Umweltministerium erwägt rechtliche Schritte gegen RetterVeröffentlicht am 08.05.2026Lesedauer: 2 MinutenIn diesem Lastkahn wurde der Wal in die Nordsee transportiert Quelle: Philip Dulian/dpaSeit seiner Freilassung fehlt jede Spur von dem mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal. Das Schweriner Umweltministerium verliert die Geduld mit der privaten Rettungsinitiative.Wegen noch immer fehlender Informationen zum Ort und Zustand des von der Ostseeküste abtransportierten Buckelwals fordert das Schweriner Umweltministerium Klarheit von der privaten Initiative. Diese sei schriftlich darum gebeten worden, Daten des am Wal angebrachten GPS-Senders zu übermitteln oder Gründe zu liefern, warum dies nicht möglich sei, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage.Sollte dies nicht geschehen, werde das Ministerium rechtliche Schritte prüfen, so die Sprecherin. Zuvor hatte darüber der „Spiegel“ berichtet. Offene Fragen müssten geklärt werden, sagte sie. Die Peildaten seien schon mehrfach vergeblich angefordert worden.Lesen Sie auchDem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zufolge war mit der Initiative vereinbart worden, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Das sei bislang nicht eingehalten worden. Nach Aussage von Karin Walter-Mommert, einer Geldgeberin der Initiative hinter dem Transport, soll der Sender zwar Signale liefern, eine Ortung des Tieres sei aber unmöglich.Am vergangenen Samstag war der Meeressäuger in der Nordsee freigesetzt worden. Aktuell ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.Die Experten des Deutschen Meeresmuseums gehen vom Tod des Buckelwals aus. Das Tier dürfte wohl aufgrund extremer Entkräftung zu schwach für längeres Schwimmen gewesen sein.dpa/kaha