Die Rettung des gestrandeten Buckelwals scheint zunächst gelungen: Die Retter haben das Tier freigelassen. Doch nun ist völlig unklar, wo sich der Wal befindet. Eine Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schiffscrew.Der mehrtägige Rettungstransport für den vor Poel gestrandeten Buckelwal scheint gelungen. Eine private Initiative hat das Tier in einer gefluteten Barge Richtung Nordsee gebracht, wo der Wal – einige nennen ihn „Timmy“, andere „Hope“ – an Tag 41 der Rettung freigelassen wurde.++ Der Liveticker ist beendet ++16:41 Uhr – Experten: GPS-Sender liefern keine VitalzeichenDer am Buckelwal befestigte Sender schicke keine Ortsdaten, aber Vitalzeichen des Tiers – an dieser Aussage der privaten Initiative hinter dem Transport mehren sich die Zweifel von Experten. Zwar sei das konkrete Modell nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere aber üblicherweise keine Vitalzeichen im medizinischen Sinne, hieß es vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). „Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen.“ „Es gibt keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten des Wals liefern kann – wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“, betonte der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus. Auch Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace hatte gesagt, ein GPS-Tracker erfasse und übermittle keine Vitaldaten. Welcher Sendertyp konkret verwendet worden sein soll, teilten auf Anfrage weder die Initiative, Jeffrey Foster vom beteiligten Whale Sanctuary Project noch das in die Prüfung der Aktion eingebundene Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit. Dem Ministerium lägen noch keine Daten vor, hieß es am Montag lediglich. Man warte noch.14:18 Uhr – „Robin Hood“ kommt im Kieler Hafen anDie „Robin Hood“ ist in den Hafen von Kiel eingefahren. Im Schlepptau hat das Schiff die Barge, mit der der Buckelwal ins offene Meer gezogen wurde.11:36 Uhr – Tracker sendet SignaleGute Nachricht: Am Morgen soll der Wal-Tracker mehrere Signale gesendet haben. Das bestätigte laut „Bild“ die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies. Somit ist der Buckewal am Leben, da es nur dann Signale gibt, wenn der Wal über Wasser ist und Luft holt.09:32 Uhr – „Robin Hood“ wird gegen Mittag in Kiel erwartetEs sind nur noch wenige Kilometer bis Kiel, dann ist nach der „Fortuna B“ auch das Schiff „Robin Hood“ von der Rettungsaktion zurück. Aktuell liegt die Geschwindigkeit bei 6,4 Knoten. Im Schlepptau hat sie die Barge, mit der sie den Wal transportierten.06:43 Uhr – Tierärztin kritisiert „Fortuna B“-Crew scharfDie Tierärztin Kirsten Tönnies erhebt schwere Vorwürfe gegen die Crew. Die vergangenen Tage an Bord seien für sie „mulmig“ und „unangenehm“ gewesen, sagte sie laut „Bild“ nach ihrer Ankunft in Cuxhaven. Der Kapitän habe demnach Gespräche verweigert und ihr gedroht, sie „in Arrest“ zu nehmen. Lesen Sie auchZudem berichtet Tönnies von abfälligen Äußerungen über den Wal; gefallen sei demnach der Satz: „Endlich, das Mistviech ist jetzt weg. Das ist die Hauptsache. Nächstes Projekt.“ Sie sei am Ende isoliert und völlig alleine gewesen.05:00 Uhr – Weiter keine Hinweise auf BuckelwalNach wie vor ist unklar, wo sich der Wal befindet. Er wurde am Samstag rund 70 Kilometer von Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks, entfernt freigelassen. Angaben zu seinem Zustand sind weiterhin nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gibt es nicht.01:01 Uhr – Schlepper kommt nach Wal-Transport in Cuxhaven anEines der beiden Schiffe, die den Wal in die Nordsee brachten, ist wieder in Cuxhaven eingelaufen. Nach Informationen eines dpa-Reporters vor Ort machte der Schlepper „Fortuna B“ kurz vor Mitternacht im Hafen fest. Die Polizei war vor Ort.Nach „Bild“-Informationen hatte der Schlepper zuvor mehrfach den Kurs geändert: Statt wie erwartet gegen 18 Uhr zurückzukehren, drehte er kurz vor Cuxhaven ab, fuhr später zeitweise in Richtung Wilhelmshaven. Zwischenzeitlich war das Schiff über gängige Ortungsportale nicht mehr zu verfolgen, der Tracker war demnach deaktiviert. Gegen 22.50 Uhr lief die „Fortuna B“ schließlich in den Hafen ein, begleitet von einem Schiff der Wasserschutzpolizei. Die Polizei sperrte nach Angaben des Berichts einen Teil des Hafens ab; weshalb, blieb zunächst unklar.Das andere große Schiff des Transportkonvois war die „Robin Hood“. Sie befand sich am späten Sonntagabend nach Daten des Schiffs-Ortungsdienstes Vesselfinder noch in der Nähe der Westküste Dänemarks.Sonntag, 3. Mai18:58 Uhr – Zustand und Verbleib des Wals vollkommen unklarDer Buckelwal wurde am Wochenende ins Meer gesetzt. Wo er sich aufhält, ist unklar: Der GPS-Sender liefere anders als geplant keine Ortsdaten, sagte Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative hinter dem Transport. Damit bliebe unbekannt, ob und in welche Richtung das Tier schwimmt. Es gebe zumindest vom Sender übertragene Vitalzeichen, demnach lebe der Wal, meinte Walter-Mommert. Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace sagte zu den Angaben hingegen, ein GPS-Tracker erfasse und übermittle keine Vitaldaten. Sollte das geschwächte Tier ertrinken, würde ein GPS-Sender ohnehin keine Ortsdaten mehr liefern: Solche Sender funken ihren Standort üblicherweise nur dann, wenn sich das jeweilige Tier an der Wasseroberfläche aufhält. 09:15 Uhr – „Unfassbare Frechheit, was hier abgeht“, sagt Tierärztin TönniesMit deutlichen Worten meldet sich Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies nach der Befreiung des Buckelwals: „Es ist eine unfassbare Frechheit, was hier abgeht“, kritisiert sie in einem Statement auf Facebook und bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass am Morgen der Freilassung nur die Schlepper-Crew zur Barge gefahren worden sei. Bis auf den Amerikaner Jeffrey Foster durften Helfer und Tierärzte nicht mit. Sowohl sie als auch ihre Kollegin Anne Herrschaft, seien entgegen anderer Absprachen auf einen späteren Transport zur Barge vertröstet worden – der fand allerdings nie statt. Die Schlepper-Crew habe ihr mitgeteilt, man wolle nur nachschauen, ob der Wal noch da sei – dann sei man allerdings eine Dreiviertelstunde mit einem Schlauchboot am Heck der Barge gewesen, was großen Stress für den Wal bedeutet hätte. „Sie geben keine Informationen. Es ist dort kein Tierarzt vor Ort“, so Tönnies. Auch die Begründung der Crew zweifelt Tönnies an: „Alles vor dem Geschwafel-Hintergrund, dass sie Angst vorm Filmen haben.“ Wie der Wal aus der Barge herausgelangt ist, weiß demnach nur die anwesende Schiffs-Crew und Helfer Jeffrey Foster. „Ich bin so wütend. Die machen mit Timmy, was sie wollen.“Samstag, 2. Mai19:15 Uhr – Wal im Meer – Mysterium um die SenderdatenAuch einen halben Tag nach der Freisetzung des mehrfach an deutschen Ostsee-Küsten gestrandeten Buckelwals in der Nordsee sind viele Fragen offen. Zu einem von der verantwortlichen Privatinitiative in Aussicht gestellten Peilsender gab es im Tagesverlauf widersprüchliche Angaben. Eine Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern sagte am Mittag, die Peildaten seien mehrfach angefordert worden, lägen aber nicht vor.Die Freisetzung an sich wurde von der Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs „Robin Hood“ als Erfolg bezeichnet – „trotz der widrigen Umstände und Wetterbedingungen“, heißt es in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor war von Teilen der Initiative Kritik am Ablauf der finalen Momente geübt worden, der sich nicht von unabhängigen Quellen verifizieren ließ. Die Bereederungsgesellschaft schreibt hingegen von einem abgestimmten Vorgehen aller Beteiligten. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Abend, es gäbe mittlerweile ein sporadisches Signal. Offiziell bestätigt wurde das von der Initiative nicht. Am Vormittag hatte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden, gesagt, es könnten vorerst keine Angaben zur Schwimmrichtung des Wals gemacht werden. Welche Probleme es konkret gab, blieb aber unklar.Der Buckelwal sei in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt worden, sagte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace. „Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein.“ Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat.17:00 Uhr – Tracker soll erstes Signal gesendet habenDer Peilsender soll nun doch erste Signale gesendet haben. Zuvor war befürchtet worden, dass er beschädigt worden sei, als der Buckelwal aus der Barge entlassen worden war. Er solle sich nach Angaben der „Bild“ in die richtige Richtung bewegen. Zuvor hatte der Meeresbiologe Fabian Ritter gewarnt. „Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das ‚Rettungsteam‘“, betonte er gegenüber „Bild“. „Es gab bisher genug Anlässe, an der Professionalität des Teams zu zweifeln, dies wäre der folgenschwerste.“16:44 Uhr – Zunächst weiter keine Angaben zu SenderdatenSeit dem Morgen ist der mehrfach an Ostsee-Küsten gestrandete Buckelwal wieder im offenen Meer – doch die angekündigten Senderdaten zu seinem Weg fehlen weiter. Die Peildaten seien bei der Initiative mehrfach angefordert worden, hätten aber auch am Mittag noch immer nicht vorgelegen, teilte Eva Klaußner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit. Auch Umweltminister Till Backhaus ging in einem Statement beim Livestream-Anbieter News5 darauf ein: „Was mich wirklich ärgert, ist ausdrücklich: Es war vereinbart, dass uns die Daten übermittelt werden, damit wir ihn auch begleiten können. (...) Uns sind bis heute keine Daten zur Verfügung gestellt worden.“13:19 Uhr – Wal soll in richtige Richtung schwimmenDer gerettete Buckelwal ist nach Angaben der Investorin Karin Walter-Mommert nach seiner Freilassung in die richtige Richtung geschwommen. Demnach bewegt sich das Tier westwärts – eine wichtige Voraussetzung, um über günstige Strömungen in den Atlantik zu gelangen, berichtet WELT-TV-Reporter Gerrit Schröder. Der Aussetzpunkt war zuvor unter Berücksichtigung von Wetter, Wellen und Strömungen sorgfältig gewählt worden. „Er hat ein paar Runden noch gedreht im Umfeld der Begleitboote und ist dann Richtung Westen abgeschwommen“, so Reporter Schröder weiter. „Es gibt einen Peilsender, der uns sagen wird, ob der Wal überlebt.“Ein an der Rückenflosse befestigter GPS-Tracker ermöglicht es den Helfern, seine Route weiter zu verfolgen. Die Positionsdaten sollen auch dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt werden.Entscheidend für das Überleben bleibt nun, dass das Tier den richtigen Kurs hält. Sollte es in die Nordsee geraten, droht Gefahr: Wie die Ostsee gilt auch sie für große Wale als ungeeignet, da sie zu flach ist. Bereits im Februar waren an der dänischen Nordseeküste fünf Pottwale lebend gestrandet. Die dänische Regierung hatte von einer Rettung abgesehen. Die Tiere waren deshalb an den Stränden verendet. Zudem ist weiterhin unklar, ob sich noch Fremdkörper im Maul des Wals befinden. 12:00 Uhr – Helfer-Video zeigt, wie Wal abtauchtEiner der zentralen, aber auch umstrittenen Helfer der Walrettung hat sich zum Ausgang der Aktion geäußert. „HOPE IST ENDLICH FREI!“, postete Sergio Bambaren auf Facebook. „Er schwimmt durch die offenen Ozeane, auf der Suche nach seiner Familie … er sieht gut aus, viele Möwen begleiten ihn … gute Atemzüge … der Sender ist aktiviert … jetzt können wir nur noch warten und beten.“ Dazu veröffentlichte er ein Video, als die Helfer den Wal ein letztes Mal sehen. 11:07 Uhr – Backhaus will Wal „nie aufgegeben“ habenNachdem der Wals in Freiheit ist, hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) das Vorgehen der Behörden verteidigt. Er habe das Tier „nie aufgegeben“, sagte er im Interview mit WELT TV. Insgesamt sei er elfmal vor Ort gewesen – „ich war überzeugt: Er soll seine Chance haben“. Kritik an der Dauer der Aktion wies der Politiker zurück: „Am Ende zählt doch eins: das Ergebnis. Der Wal lebt.“ Die Bergung sei „innerhalb von zwei Wochen“ gelungen, „das soll uns erst mal einer nachmachen“. Dem freigelassenen Tier wünscht der Minister „gute Reise“.Zugleich nutzte der Minister den Fall für grundsätzliche Mahnungen. Jährlich landeten „zwölf Millionen Tonnen Müll“ in den Weltmeeren – „das ist doch eine Unverschämtheit“. Auch das massenhafte Sterben von Walen bezeichnete er als „schrecklich“. Der Fall des gestrandeten Buckelwals zeige, „dass wir mehr für die Umwelt tun müssen“. 09:51 Uhr – Wal verließ Barke selbstständigDer Wal hätte bereits heute Nacht aus der Barke schwimmen können. Die Helfer entfernten das Netz bereits gestern Abend, berichtet der Livestream-Anbieter News5. Versuche, das Tier mit einem Seil aus der Barke zu ziehen, seien jedoch gescheitert. Der Wal sei dann heute Morgen selbstständig in die Nordsee geschwommen. Eine Drohne erfasste eine Fontäne, die der Wal ausgestoßen haben soll.09:34 Uhr – GPS-Daten vom Wal nicht öffentlichVor dem Freisetzen soll noch ein GPS-Sender angebracht worden sein, mit dem sich der künftige Standort des Wals erkennen ließe. Ob das gelang und der Sender Daten liefert, war zunächst unklar. Die Allgemeinheit wird seinen Weg ohnehin nicht verfolgen können: Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hatte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden, gesagt.09:14 Uhr – Wal wurde freigelassenDer aus einer flachen Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgene Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 in der Nordsee freigesetzt worden. Der Wal sei gegen 9.00 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte ein Teammitglied. Der Konvoi befand sich am Morgen etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerak.Das Team habe ihn atmen und tauchen gesehen. Auch die US-Tierärztin Jenna Wallace veröffentlichte ein Video. Eine Drohne soll weiter Sichtkontakt haben. Lesen Sie hier noch einmal die Ereignisse der letzten Wochen:Lesen Sie auch08:22 Uhr – Wal-Rettung kostete Initiative bislang 1,5 Millionen EuroDie Unternehmerin Karin Walter-Mommert hat Umweltminister Till Backhaus (SPD) scharf attackiert, weil er dem gestrandeten Buckelwal ein Denkmal setzen will. Sein Plan sei „ein Denkmal der Schande“, wird Mommert von „Bild“ zitiert. Sie und der Unternehmer Walter Gunz investierten nach eigenen Aussagen 1,5 Mio. Euro in die Rettung des Tiers. Laut ihrer Aussage geht es dem Tier gut: „Timmy blüht richtig auf. Er singt jetzt kraftvoller und melodischer.“04:12 Uhr – Buckelwal-Konvoi weiterhin auf KursDer Schiffskonvoi ist am frühen Samstagmorgen auf Kurs in der Nordsee. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren weiterhin nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks in Richtung Norwegen, wie beim Schiffs-Ortungsdienst „Vesselfinder“ zu beobachten war.Die Freisetzung des Wals sollte an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen. Zum Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend befand sich das Tier noch in der Barge – einem Lastkahn ohne eigenen Antrieb, der von dem Schlepper gezogen wird.Freitag, 1. Mai16:17 Uhr – Buckelwal-Konvoi steuert wieder Richtung NordseeDer Schiffskonvoi mit dem Buckelwal nähert sich wieder dem Übergang zur Nordsee. Der Schlepper, die Barge mit dem Wal und das Begleitschiff fuhren am Nachmittag stetig Richtung Norden, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Die Freisetzung des Wals erfolgt deshalb womöglich doch, wie ursprünglich geplant, in der Nordsee.Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Diesen Punkt hatte der Konvoi am Freitagmorgen fast erreicht, musste wegen des hohen Wellengangs zunächst aber abdrehen und war wieder Richtung Süden gefahren. Das Absperrnetz an der Barge wurde bereits entfernt, freigesetzt wurde der Wal jedoch bislang nicht.12:56 Uhr – Hoffnung auf Freisetzung wegen WellenDem auf einer Barge vor der dänischen Küste ausharrenden Buckelwal könnte demnächst das Freisetzen bevorstehen. In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist aber noch in Abstimmung.“ Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. „Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist.“10:12 Uhr – Lastkahn erreicht fast NordseeDer Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hat am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs „Robin Hood“, dem Sender NDR.Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative für den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll. Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten – oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.05:32 Uhr – OMR-Gründer: Wal ist aus Marketingsicht unterschätzt wordenDer Hamburger Digitalmarketing-Experte Philipp Westermeyer findet, dass der mehrfach vor der Ostseeküste gestrandete Buckelwal durchaus Potenzial für gute Werbekampagnen geboten hätte – das aber kaum einer für kluge oder witzige PR-Aktionen genutzt hat. „Aus Marketingsicht ist der Wal unterschätzt worden“, sagte der Gründer des Digital- und Marketingunternehmens OMR der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Normalerweise würden bestimmte Mobilitätsfirmen schnell mit witzigen Kampagnen reagieren. Diesmal aber nicht. In den vergangenen Jahren sei fast schon eine Art eigene Marketing-Disziplin entstanden, bei der Firmen versuchen, auf tagesaktuelles Geschehen mit einer eigenen Botschaft und Marke aufzuspringen. „Und das ist beim Wal erstaunlich wenig passiert. Ich glaube, alle haben unterschätzt, wie langlebig das Thema sein wird. Und was für eine Aufmerksamkeit es in der Breite am Ende bekommen hat.“ Außer mit Blick auf die vielen Statements von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) habe er vergleichsweise wenige anknüpfende Memes oder Kampagnen gesehen. „Da hätte ich mir noch viel mehr erwartet, weil das Thema ja so absurd ist.“ ll/jm/jmr/saha/doli/ceb/krö mit dpa
Wal „Timmy“ in Ostsee: ++ „Endlich, das Mistviech ist jetzt weg“ – Tierärztin fassungslos über Aussagen nach Wal-Rettung ++ - WELT
Die Rettung des gestrandeten Buckelwals scheint zunächst gelungen: Die Retter haben das Tier freigelassen. Doch nun ist völlig unklar, wo sich der Wal befindet. Eine Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schiffscrew.







