PfadnavigationHomePolitikAuslandSicherheit in EuropaMützenich schlägt nach US-Truppenabzug Abrüstungsgespräche mit Russland vorVeröffentlicht am 03.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Debatte über einen möglichen US‑Truppenabzug verunsichert, gilt wegen der stark ausgebauten Standorte in Deutschland aber als wenig realistisch. Reinhard Wolski, Vorsitzender der Berliner Sicherheitskonferenz, erklärt, warum ein Abzug vor allem als politisches Signal zu verstehen ist.Nach den Abzugsplänen der USA entbrennt eine erneute Debatte über Europas Sicherheit: SPD-Politiker Mützenich wirbt für Abrüstungsgespräche mit Russland, während Experten vor gefährlichen Lücken in der Abschreckung warnen.Der frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich rät angesichts der geplanten Reduzierung der US-Militärpräsenz in Europa zu Abrüstungsgesprächen mit Russland. Man müsse jetzt darauf dringen, „dass die russischen, atomar bewaffneten Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad abgezogen werden“, sagte Mützenich der „Süddeutschen Zeitung“. Weitere Schritte könnten dann „in einen rüstungskontrollpolitischen Gesamtprozess eingebettet“ werden.Mützenich verwies vor allem auf das Abrücken der USA von der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland. Durch die von ihm befürwortete Abrüstungsinitiative könne Europa nun „eine Rolle zurückgewinnen, die in der Vergangenheit aus Abschreckung und kluger Diplomatie bestand“, sagte der SPD-Politiker.Zu einer anderen Strategie riet hingegen der Sicherheitsexperte Nico Lange. „Kommen keine amerikanischen Raketen, brauchen wir deutsche oder europäische oder zumindest von amerikanischen Entscheidungen unabhängige Abstandswaffen, die konventionelle Abschreckung leisten“, sagte er ebenfalls der „SZ“. Lesen Sie auchSeit 2018 wisse man sicher, „dass russische Iskander-Raketen in Kaliningrad stationiert sind und uns bedrohen“, gab Lange zu bedenken. Wenn die Stationierung der US-Raketen jetzt nicht komme, dann „bleibt die Abschreckungslücke bestehen und Russland hat durch seine Raketen in Kaliningrad potenziell Macht über uns und wir könnten in die Erpressbarkeit rutschen“, warnte Lange.US-Präsident Donald Trump hat einen Teilabzug der US-Truppen in Deutschland und Europa angekündigt. Es gehe „um weit mehr als 5000“ US-Soldaten, sagte Trump am Samstag.AFP/krö
Sicherheit in Europa: Mützenich schlägt nach US-Truppenabzug Abrüstungsgespräche mit Russland vor - WELT
Nach den Abzugsplänen der USA entbrennt eine erneute Debatte über Europas Sicherheit: SPD-Politiker Mützenich wirbt für Abrüstungsgespräche mit Russland, während Experten vor gefährlichen Lücken in der Abschreckung warnen.







