PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsLadefrust durch BürokratieVerbände fordern Reform bei Ladesäulen-EichrechtVeröffentlicht am 27.04.2026Lesedauer: 2 MinutenAuf Schnellladesäulen kann man in Deutschland häufiger den Hinweis lesen, dass die Säule außer Betrieb istQuelle: SP-X/Mario HommenHoher Prüfaufwand und zusätzliche Nacheichungen bremsen den Ausbau der Ladeinfrastruktur und treiben Kosten. Verbände plädieren für eine schnelle Anpassung an EU-Vorgaben. SP-X/Berlin. Acht Verbände der Mobilitäts- und Energiewirtschaft fordern mit Blick auf den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ein Ende des deutschen Sonderwegs im Mess- und Eichrecht. Die aktuelle Praxis müsse rasch angepasst werden, da sie Ausbau und Betrieb verteuere und ausbremse. Angesichts einer aktuell stark steigenden Zahl neuer E-Autos wachse der Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur und einem reibungslosen Betrieb bestehender Ladesäulen. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem ADAC, BDEW und ZVEI. In den Verbänden sind zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Ladeinfrastruktur und Energie organisiert, darunter Betreiber und Hersteller von Ladesäulen.
Auslöser ist ein deutlich gestiegener Prüfaufwand: Anfang 2026 gab es in Deutschland rund 200.000 öffentliche Ladepunkte, darunter knapp 50.000 Schnelllader. Diese müssen regulär alle acht Jahre geeicht werden. Während von den Behörden in Deutschland bislang von rund 6.000 Eichungen jährlich ausgegangen wurde, beziffert die Branche den tatsächlichen Bedarf inzwischen auf mehr als 45.000 Vorgänge pro Jahr. Treiber seien dabei auch zusätzliche Nacheichungen nach Wartungen, Reparaturen und zunehmend infolge von Kabeldiebstählen.






