PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHamburg-AltonaPartnerin mit Weinflasche erschlagen, Leiche im Schrank versteckt – Acht Jahre Haft für 37-JährigenVeröffentlicht am 25.04.2026Lesedauer: 3 MinutenDer Angeklagte und sein Anwalt Michael Eggers (l.) im Gerichtssaal im StrafjustizgebäudeQuelle: Christian Charisius/dpaEin 37-Jähriger hat vor dem Landgericht Hamburg gestanden, seine damalige Partnerin in Altona-Nord mit einer Weinflasche erschlagen und die Leiche in einem Schrank versteckt zu haben. Das Urteil wegen Totschlags ist noch nicht rechtskräftig.Knapp eineinhalb Jahre nach dem Fund einer toten Frau in einer Wohnung in Hamburg-Altona-Nord hat das Landgericht Hamburg den früheren Lebensgefährten der 34-Jährigen wegen Totschlags zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der heute 37-Jährige die Frau am 14. November 2024 in ihrer Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus im Streit mit einer Weinflasche erschlug und ihren Leichnam anschließend in einem Wandschrank verbarg. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach den Feststellungen des Gerichts war es zwischen dem Angeklagten und seiner ehemaligen Partnerin zu einer Auseinandersetzung gekommen. Dabei griff der Mann zu einer Weinflasche und schlug zu. Frühere Berichte zum Prozessauftakt hielten fest, dass die Flasche bei dem Angriff zerbrach und Die 34-Jährige starb kurze Zeit später. Entdeckt wurde die Tat erst rund zwei Wochen später. Nachbarn hatten in dem Haus einen starken Verwesungsgeruch bemerkt und die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte fanden die Tote daraufhin in der Wohnung. Die Ermittlungen führten zunächst nicht unmittelbar zu einer Festnahme. Erst am 10. September 2025, also rund zehn Monate nach der Tat, nahmen Beamte den früheren Lebensgefährten der Frau fest. Lesen Sie auchIm Prozess hatte der Angeklagte die Tat nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Birgit Woitas zunächst bestritten. Nach Beratung mit seinem Verteidiger legte er dann jedoch ein umfassendes Geständnis ab. Die Staatsanwaltschaft hatte eine deutlich höhere Strafe gefordert und auf elf Jahre und sechs Monate Haft plädiert. Das Gericht blieb mit acht Jahren darunter, verurteilte den Mann aber wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. 132 Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner getötetDer Fall reiht sich in eine Reihe schwerer Gewalttaten ein, bei denen Frauen von aktuellen oder früheren Partnern getötet werden. Nach dem Bundeslagebild des Bundeskriminalamts wurden 2024 in Deutschland 132 Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Insgesamt registrierte die Polizei in diesem Jahr mehr als 171.000 Opfer von Partnerschaftsgewalt; rund vier von fünf Betroffenen waren weiblich. Auch die Gesamtzahlen zur häuslichen Gewalt stiegen 2024 auf einen neuen Höchststand. Das Bundeskriminalamt erfasste 265.942 Betroffene, ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fachstellen weisen seit Jahren darauf hin, dass Trennungen und Konfliktsituationen im Zusammenhang mit einer Trennung für betroffene Frauen besonders gefährlich sein können, vor allem wenn zuvor Kontrolle, Drohungen oder Gewalt eine Rolle gespielt haben. Lesen Sie auchIn Hamburg endete der Prozess nun mit einem Schuldspruch wegen Totschlags. Für die Angehörigen der Getöteten ist das Verfahren damit juristisch noch nicht zwingend abgeschlossen: Da das Urteil nicht rechtskräftig ist, können Rechtsmittel eingelegt werden. Bis dahin gilt die Entscheidung des Landgerichts nicht als endgültig.dfe
Hamburg-Altona: Partnerin mit Weinflasche erschlagen, Leiche im Schrank versteckt – Acht Jahre Haft für 37-Jährigen - WELT
Ein 37-Jähriger hat vor dem Landgericht Hamburg gestanden, seine damalige Partnerin in Altona-Nord mit einer Weinflasche erschlagen und die Leiche in einem Schrank versteckt zu haben. Das Urteil wegen Totschlags ist noch nicht rechtskräftig.






