Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen – und bleibt dennoch oft lange unerkannt. In Deutschland sind schätzungsweise zehn bis 15 Prozent der Frauen betroffen. Trotz wachsender Aufmerksamkeit vergehen bis zur Diagnose häufig Jahre. In dieser Zeit leiden Betroffene unter starken Schmerzen, Unsicherheit und nicht selten auch psychischer Belastung.In dieser Live-Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ berichten eine Betroffene und eine Expertin über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Dabei wird deutlich, wie individuell die Erkrankung verläuft – und warum sie so oft unterschätzt wird.Wenn Schmerzen zum Alltag werdenViele Betroffene erleben ihre erste Regelblutung bereits als extrem schmerzhaft. Neben starken Unterleibsschmerzen treten häufig Migräne, Rückenschmerzen oder sehr starke Blutungen auf. Für einige Frauen kann der Schmerz so intensiv werden, dass er bis zur Ohnmacht führt.Der Alltag wird dadurch massiv eingeschränkt. Besonders im Berufsleben entsteht zusätzlicher Druck: Die Beschwerden sind unsichtbar, gleichzeitig bleibt wenig Raum, offen darüber zu sprechen. Viele Betroffene entwickeln Strategien, um ihren Alltag dennoch zu bewältigen – oft begleitet von Angst vor der nächsten Periode und dem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.Gleichzeitig zeigt sich: Starke Regelschmerzen gelten noch immer häufig als „normal“. Dabei ist genau das ein Problem, denn ernsthafte Erkrankungen wie Endometriose werden dadurch oft übersehen oder zu spät erkannt.Was im Körper passiertMedizinisch entsteht Endometriose, wenn gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Diese Herde reagieren auf den Hormonzyklus – mit Entzündungen, Schmerzen und langfristigen Veränderungen im Körper.Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend. Anfangs treten die Beschwerden zyklusabhängig auf, später können sie dauerhaft bestehen. Durch wiederkehrende Entzündungen und Schmerzen verändert sich auch die Schmerzverarbeitung im Nervensystem. Der Körper reagiert empfindlicher, zusätzliche Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden oder Verspannungen können hinzukommen.Inzwischen wird Endometriose als systemische Erkrankung verstanden. Sie betrifft nicht nur einzelne Organe, sondern kann den gesamten Organismus beeinflussen – inklusive psychischer Gesundheit. Depressionen und Angststörungen treten bei Betroffenen deutlich häufiger auf.Kinderwunsch und BehandlungsmöglichkeitenEndometriose kann auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Entzündungen, Verwachsungen oder Zysten können die Funktion von Eierstöcken, Eileitern und Gebärmutter stören. Gleichzeitig hängt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft von vielen Faktoren ab – weshalb jede Situation individuell bewertet werden muss.Moderne Behandlungsansätze reichen von Schmerztherapie über hormonelle Therapien bis hin zu operativen Eingriffen. In bestimmten Fällen kann auch das Einfrieren von Eizellen sinnvoll sein, etwa wenn eine Operation geplant ist, die die Fruchtbarkeit beeinflussen könnte.Für viele Betroffene ist der Austausch mit anderen ein wichtiger Schritt im Umgang mit der Erkrankung. Ebenso entscheidend ist es, die eigenen Symptome ernst zu nehmen und sich nicht mit starken Schmerzen abzufinden.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Schmerzen, die niemand sieht: Der Alltag mit Endometriose - WELT
Endometriose betrifft Millionen Frauen – und wird doch oft erst spät diagnostiziert. Welche Folgen sie für Alltag und Fruchtbarkeit hat und weshalb mehr Aufklärung dringend nötig ist, erklären eine betroffene Frau und eine Gynäkologin im Live-Gespräch.









