PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Der Mensch als Fahrer bleibt“Interview: Kenichi Kirihara, Entwicklungsleiter Fahrwerk bei AstemoVeröffentlicht am 04.03.2026Lesedauer: 3 MinutenKenichi Kirihara, Entwicklungsleiter Fahrwerk bei Astemo: „Der Mensch als Fahrer bleibt“Quelle: AstemoEinerseits kommen Robotaxis, andererseits macht die Industrie Rückzieher bei autonomen Autos. Astemo hat eine neue Idee, zur Steuerung künftiger Autos.SP-X/Arjeplog. Nicht autonom, aber leichter und manchmal alleine. Das Auto der Zukunft lässt sich leichter steuern, findet Kenichi Kiriha. Er ist Leiter der Vorausentwicklung für Neue Fahrwerksarchitekturen bei Astemo und erklärt die Vorteile, wenn das Lenkrad ersetzt wird.
Frage: Herr Kirihara, die Industrie setzt auf teure autonome Fahrsysteme, Sie hingegen entwickeln ein völlig neues Bedienelement für das manuelle Fahren. Warum?
A: Das hat primär einen gesellschaftlichen Hintergrund. In Japan, aber auch in anderen Industrienationen, altert die Gesellschaft rapide. Viele Menschen geben aus Unsicherheit vor dem 80. Lebensjahr ihren Führerschein ab. Gleichzeitig verzichten immer mehr junge Menschen aufs Autofahren – teils aus Angst vor Unfällen, vor allem aber aus finanziellen Gründen. Hochautomatisiertes Fahren nach Level 3 oder 4 wird so teuer sein, dass diese Gruppen sich solche Fahrzeuge schlicht nicht leisten können. Der Mensch als Fahrer wird also überwiegend bestehen. Unser Ziel ist, Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere auch für Anfänger und Senioren, wesentlich sicherer zu machen. Und das durch eine Technologie, die kostengünstig genug ist, um auch in kleinen, bezahlbaren Autos eingesetzt zu werden. Außerdem messen wir dem Wert und der Bedeutung, dass Menschen aus eigenem Willen frei fahren können, große Bedeutung bei.







