Ford ohne Kleinwagen kriselt, ob der Konzern das Rad 30 Jahre zurückdrehen sollte? Damals demonstrierte der Ford Ka, zu welch großen Stückzahlen ein winziges Designwunder auflaufen kann. SP-X/Köln. Heute sind es vor allem nutzwertige Transporter wie der Transit, die Ford in Europa Erfolg bringen. Da mutet der Blick in die 1990er Jahre fast nostalgisch an, damals als der erste Ford Focus als zeitweise meistverkaufter Pkw der Welt Geschichte schrieb und der kleine Ford Ka ab 1996 als charismatischer Anti-Twingo und Kunstobjekt Kultstatus gewann.
Tatsächlich waren es die rundlich gestylten Mini-Flitzer Fiat Cinquecento und der obendrein aus niedlichen Kuller-Scheinwerferaugen schauende Renault Twingo, die 1992 den Entwicklungsstart des 3,62 Meter kurzen Klassenkollegen Ford Ka initiierten. Obwohl sich der Ka aus Kostengründen wesentliche Teile seiner technischen Architektur mit dem größeren Ford Fiesta teilte, kreierte Europa-Designchef Claude Lobo einen Kleinstwagen, wie es so noch keinen gab, mit scharfen Kanten, dreieckigen Elementen, Rundbögen und unlackierten Kunststoffstoßfängern. „New Edge Design“ nannte Ford diese polarisierenden Konturen, die zum Hingucker avancierten und den Ka mit Coolness aufluden – im Kontrast zum kuscheligen Kindchenschema der etablierten Stadtautos.






