PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsDie große FluchtAutomobilstandort Deutschland Veröffentlicht am 10.02.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Autobranche steht unter DruckQuelle: ZFViele Automobilzulieferer streichen oder verschieben Investitionen in Deutschland, sagt der Branchenverband VDA und fordert politische Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. SP-X/Berlin. Der Automobilstandort Deutschland gerät nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zunehmend unter Druck. Investitionen und Arbeitsplätze wanderten verstärkt ins Ausland ab, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller auf der Jahrespressekonferenz des Verbands. Um gegenzusteuern, seien umfassende Reformen in Berlin und Brüssel notwendig, die Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität wieder in den Mittelpunkt stellen.

Grundlage der Warnung ist eine aktuelle VDA-Umfrage unter Zulieferern sowie Herstellern von Anhängern, Aufbauten und Bussen. Demnach wollen 72 Prozent der Unternehmen geplante Investitionen in Deutschland verschieben, verlagern oder ganz streichen. Konkret planen 28 Prozent eine Verlagerung ins Ausland, 25 Prozent verschieben Projekte, 19 Prozent streichen sie ganz. Für das außereuropäische Ausland sieht das teilweise anders aus: Während jedes dritte Unternehmen seine Investitionen in der EU zurückfahren will, planen deutlich mehr Firmen ein stärkeres Engagement in China (22 Prozent) und den USA (28 Prozent).