PfadnavigationHomeRegionalesBayernInszenierung wie ein Museum: «Faust»-Premiere in MünchenVeröffentlicht am 09.02.2026Lesedauer: 2 MinutenJonathan Tetelman und Olga Kulchynska wurden vom Publikum gefeiert.Quelle: Geoffroy Schied/Bayerische Staatsoper/dpaEin bisschen Klamauk und ganz viel Kitsch: Die Bayerische Staatsoper bringt in München eine Neuinterpretation des Goethe-Klassikers «Faust» auf die Bühne und spart nicht an Pathos.Ein Faust ohne die Gretchenfrage, ohne des Pudels Kern und ohne den so schönen Augenblick, der doch verweilen möge: Die Bayerische Staatsoper hat eine neue Interpretation des berühmten «Faust»-Stoffes auf die Bühne gebracht. Charles Gounods Oper nach der berühmten Goethe-Vorlage feierte in einer Inszenierung der Regisseurin Lotte de Beer Premiere in München - und erntete dabei Applaus und Buh-Rufe, die vor allem dem Regie-Team um die Niederländerin galten.De Beer folgte dem Konzept des Franzosen Gounod (1818-1893) und dessen Librettisten Jules Barbier und Michel Carré, den komplexen Stoff von Johann Wolfgang von Goethe um den vom Leben gelangweilten Doktor Faust zu entschlacken. Er wurde reduziert auf das Motiv des (wieder) jugendlichen Schwerenöters, der einen Pakt mit dem Teufel eingeht.Mit Situationskomik gespicktBemerkenswert textnah und ab und an mit Situationskomik gespickt wird die bekannte Geschichte von Faust (sehr stark in seinem Rollendebüt: Tenor Jonathan Tetelman), seinem Gretchen («Marguerite» Olga Kulchynska) und seinem Teufel Mephistopheles (Kyle Ketelsen) erzählt.Eine übergeordnete oder gar politische Deutung des Stoffes um Moral und Verführung bleibt aus. Die Inszenierung scheint sich eher sinnlich als intellektuell mit dem Faust-Stoff und dem Faustischen Charakter auseinanderzusetzen.Eindrückliche Chor- und MassenszenenDas geschieht vor allem auf einer sich drehenden Bühne (Bühnenbild:
Inszenierung wie ein Museum: «Faust»-Premiere in München - WELT
Ein bisschen Klamauk und ganz viel Kitsch: Die Bayerische Staatsoper bringt in München eine Neuinterpretation des Goethe-Klassikers «Faust» auf die Bühne und spart nicht an Pathos.









