PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsBatterie-Boliden gegen BlackoutE-Autos als NotstromquelleVeröffentlicht am 08.01.2026Lesedauer: 5 MinutenFord hat in den USA gezielt den mittlerweile eingestellten F-150 Lightning als Stromquelle für das Hausnetz beworbenQuelle: Ford USABidirektionales Laden macht Elektroautos zu potenziellen Energielieferanten bei Blackouts. Von einfachen V2L-Lösungen bis zu komplexen V2H- und V2G-Konzepten reicht das Spektrum.SP-X/Köln. Der Jahresanfang machte deutlich, wie verletzlich selbst hochentwickelte Stromnetze sein können. Im Südwesten Berlins waren tausende Haushalte infolge eines Sabotageakts über mehrere Tage ohne Elektrizität. Die Folgen trafen die Betroffenen hart: kalte Wohnungen, kein Warmwasser, ausgefallene Kommunikation, verdorbene Lebensmittel und stillstehende Aufzüge. Ein Blackout legt den Alltag innerhalb kurzer Zeit lahm. In Berlin über mehrere Tage. Zugleich rückt damit eine Frage in den Fokus, die bislang eher theoretisch diskutiert wurde: Können moderne Elektroautos im Ernstfall helfen?

Tatsächlich schlummert in den Traktionsbatterien moderner E-Autos ein beachtliches Potenzial. Schon heute lassen sich in Einzelfällen Haushalte zumindest zeitweise mit Energie versorgen, perspektivisch könnten Elektroautos sogar eine wichtige Rolle in widerstandsfähigeren Energiesystemen übernehmen. Ermöglicht wird das durch Technologien wie Vehicle-to-Load (V2L), Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G). Zwischen technischer Machbarkeit und realer Krisenhilfe bestehen jedoch weiterhin Lücken, die technischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Natur sind.