PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsEntwicklungshilfe unter umgekehrten VorzeichenSmart, Volvo & CoVeröffentlicht am 05.01.2026Lesedauer: 6 MinutenVolvo ist 2010 von Geely für 1,8 Milliarden Dollar aus dem Ford-Imperium heraus gekauft wordenQuelle: VolvoVerkehrte Welt: Erst haben die westlichen Konzerne den Chinesen das Autobauen beigebracht, jetzt peppeln die dafür unsere maroden Marken auf. Wie gut sie das machen, zeigt exemplarisch der Smart #3. SP-X/Köln. Er war für Mercedes ein Milliardengrab und für die meisten seiner Fahrer eine Zumutung. Denn bei allem Charme der radikalen Reduktion aufs Wesentliche, bei aller Vernunft und der diebischen Freude bei der Parkplatzsuche wollte sich bei Smart nie so wirklich ein Erfolg oder wenigstens Entspannung einstellen. Von Erlösen und Erträgen ganz zu schweigen. Das hat nicht beim revolutionären, weil ultra-kurzen Fortwo geklappt, und das hat erst recht nicht funktioniert beim Forfour, der für einen Bonsai zu groß und für eine Viersitzer zu klein war.

Deshalb haben die Schwaben nach 20 Jahren die Notbremse gezogen, die Hälfte der Marke und vor allem die Verantwortung für künftige Produkte, deren Entwicklung und Produktion an ihren chinesischen Großaktionär Geely übertragen – und ihr blaues Wunder erlebt. Denn smart im ursprünglichen Sinne mögen die Autos vielleicht nicht mehr sein. Aber seitdem die Verantwortung bei den Chinesen liegt, läuft es bei Smart: Die auch weiterhin ausschließlich elektrischen Autos sind besser und obendrein billiger als alles, was Mercedes in den jeweiligen Segmenten zu bieten hat. Und während die alten Modelle so langsam aus dem Straßenbild verschwinden, machen sie die neuen immer breiter. Und zwar nicht nur, weil der #5 der bis dato größte Smart aller Zeiten ist und den letzten GLB deutlich überragt. Für die ersten zehn Monate weist die KBA-Statistik allein in Deutschland immerhin 4.000 Zulassungen aus.