PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsAdieu, AchseRenault-ChassiswerkVeröffentlicht am 05.01.2026Lesedauer: 4 MinutenFelgen aus Holz, fette Blattfedern und eine massive Starrachse - so sahen die ersten Achsen im Auto ausQuelle: RenaultAn seinem Standort Le Mans forscht, entwickelt und fertigt Renault an Chassis-Komponenten für alle Konzernmarken. In altehrwürdigen Hallen arbeiten die Teams an leiseren, nachhaltigen und agileren Autos. Das könnte auch das Aussehen dieser Fahrzeuge radikal ändern. SP-X/Le Mans. Felgen aus Holz, fette Blattfedern und eine massive Starrachse, die das ganze Ungetüm von Motor-Kutsche trägt: So sieht das Chassis des Renault Type EU aus, der in der kühlen Backsteinhalle in Le Mans steht – mit 1917 aus dem gleichen Baujahr, an dem auch das Werk drumherum entstanden ist. „Eine lange Evolution hin zum heutigen Renault, Alpine oder Dacia“, sagt Jean-Luc Bois. Der Direktor des Chassis-Standorts der ganzen Gruppe hat jetzt aber eher Revolution im Sinn. „Vielleicht braucht das Auto der Zukunft gar keine Achse mehr.“

Bois muss es wohl wissen. Denn hier im Nordwesten Frankreichs schlägt das Herz für Renaults Fahrwerksentwicklung, rund 1.800 Beschäftigte arbeiten auf 69 Hektar Fläche an der automobilen Zukunft. Mit jährlich 6,5 Millionen Rotoren, 1,3 Millionen Achsen und ebenso vielen Achsträgern sichert Le Mans die Versorgung aller europäischen Renault-Werke. Doch hinter den weiß getünchten Hallenfassaden probt das Team zugleich den Sprung in eine Ära, in der Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz, Sensorik und viel weniger Mechanik ausgerüstet werden.