PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBlock-ProzessErmittler prüfen neue brisante Chat-ProtokolleVeröffentlicht am 10.12.2025Lesedauer: 2 MinutenNach einer Unterbrechung des Verfahrens geht es für Christina Block in dieser Woche wieder in den GerichtssaalQuelle: Marcus Brandt/dpaLaut „Bild“-Informationen liegen dem LKA Chatverläufe vor, in denen sich Christina Block direkt an eine israelische Sicherheitsfirma wendet, die später ihre Kinder aus der Obhut des Ex-Manns holte. Die Staatsanwalt vernimmt zwei weitere Israelis.Im andauernden Ermittlungsverfahren wegen der Entführung der Block-Kinder hat die Staatsanwaltschaft Hamburg zwei weitere Beschuldigte aus Israel vernommen. „Sie stehen im Verdacht, zusammen mit der Kindesmutter und weiteren Personen die Entführung von zwei Kindern aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/2024 vorgenommen zu haben“, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Mia Sperling-Karstens, mit. Nach den beiden Beschuldigten war seit Frühjahr 2024 international gefahndet worden. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in einem ähnlichen Schritt bereits den Chef einer israelischen Sicherheitsfirma vernommen. Die Firma soll die damals zehn und 13 Jahre alten Kinder im Auftrag von Christina Block entführt haben. Wie „Bild“ berichtet, sollen zudem Chat-Protokolle aus einer mutmaßlichen „Kommandozentrale“ der Entführer die Steakhaus-Erbin Christina Block belasten. Informationen über die Echtheit dieser Nachrichten liegen nicht vor – die Unschuldsvermutung gilt, Christina Block weist alle Vorwürfe gegen sich seit Prozessbeginn zurück. Weder sie noch ihr Anwalt äußerten sich bislang zu den neuen Vorgängen.Lesen Sie auchNach Erkenntnissen des LKA soll ein Kommando ehemaliger israelischer Agenten für die „Operation Golden Ice“ über Monate eine Zentrale im Bürohaus des Familienanwalts der Blocks betrieben haben. In den Chats, die „Bild“ vorliegen, soll Block den Männern für ihre „Entschlossenheit“ gedankt und sogar Aufträge erteilt haben. Unter anderem soll sie gefordert haben, eine Familienrichterin „zu überprüfen“, die zugunsten ihres Ex-Mannes entschieden hatte. Auch steuerliche Belange des Ex-Mannes rund um eine Immobilie auf Sylt sollen Thema gewesen sein – mit dem Ziel, ihn „unter Druck zu setzen“.Prozess wird am Mittwoch fortgesetztChristina Block hatte im Verfahren erklärt, dass sich die israelische Sicherheitsfirma nur um die IT-Sicherheit in ihrem Hotel „Grand Elysée“ kümmern sollte. Die Rückholaktion hätten die Israelis auf eigene Faust und ohne ihr Wissen durchgeführt.Der Prozess soll an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Es wird erwartet, dass der israelische Geschäftsführer auch vor Gericht aussagen soll. Ob und gegebenenfalls wann das geschieht, könne mit Rücksicht auf die Sicherheitslage des Zeugen öffentlich nicht mitgeteilt werden, erklärte eine Gerichtssprecherin. Ebenso unklar ist, ob und wann die beiden weiteren Beschuldigten vor Gericht erscheinen.Unter den sechs Mitangeklagten ist ein 36-jähriger Israeli, der seine Beteiligung an der Rückholaktion umfassend gestanden hatte. Bei seiner Aussage hatte er auch die Namen der mutmaßlichen Mittäter aus Israel genannt.jlau
Block-Prozess: Ermittler prüfen neue brisante Chat-Protokolle - WELT
Laut „Bild“-Informationen liegen dem LKA Chatverläufe vor, in denen sich Christina Block direkt an eine israelische Sicherheitsfirma wendet, die später ihre Kinder aus der Obhut des Ex-Manns holte. Die Staatsanwalt vernimmt zwei weitere Israelis.






