PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Europa muss eine stabilere Politik bieten“Interview Sjoerd Knipping, COO von Kia EuropeVeröffentlicht am 19.11.2025Lesedauer: 3 MinutenSjoerd Knipping, COO von Kia Europe: „Europa muss eine stabilere Politik bieten“Quelle: KiaBessere Luft in Städten und weniger CO2 – elektrischen Transportern gehört die Zukunft, findet auch der COO von Kia in Europa. Er sieht aber auch noch Hausaufgaben für die Politik.SP-X/Lyon. Mit dem PV5 steigt Kia ins weltweite Nutzfahrzeuggeschäft ein. Die Koreaner wollen ein ganzes Ökosystem an Flotten- und Ladelösungen rund um den Elektrotransporter aufbauen. Auf der Solutrans in Lyon sprachen wir mit COO Sjoerd Knipping über die Strategie und die Schwierigkeiten beim Einstieg in den Markt.

F: Herr Knipping, Kia ist ein Newcomer im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge. Was ist die größte Herausforderung beim Einstieg in den europäischen Markt?A: Ganz klar das unterschiedliche Tempo der Elektrifizierung. Einige Länder sind weit vorangekommen, andere stehen noch am Anfang. Früher oder später wird aber der gesamte Markt elektrifiziert, bei Pkw wie bei Transportern. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Schnellladen und öffentlichem AC-Laden. Für gewerbliche Nutzer ist jedoch Depotladen der wichtigste Baustein. Fahrzeuge können über Nacht geladen werden, ohne Eingriff in den Tagesbetrieb. Eine weitere Herausforderung ist die Unsicherheit bei den staatlichen Förderprogramme. Mal gibt es Subventionen, dann werden sie wieder gestrichen. Ich würde mir in der EU eine stabilere, konsistentere Politik wünschen. Insgesamt betrachten wir die Elektrifizierung aber als Chance. Mit unseren neuen Nutzfahrzeugen erreichen wir jetzt auch Flotten, die bisher keine Kia-Pkw im Fuhrpark haben.