PfadnavigationHomePolitikAuslandGaza-StreifenAn diesem Punkt stellt sich die Hamas bei der Umsetzung von Trumps Friedensplan querVeröffentlicht am 18.10.2025Lesedauer: 5 MinutenDie Hamas soll laut Friedens-Deal Waffen abgeben. Doch welche? Und an wen?Quelle: Abdel Kareem Hana/AP/dpaPhase eins von Donald Trumps Friedensplan für den Gaza-Streifen läuft. Aber es ist derzeit unklar, ob und wie es weitergeht. Das liegt vor allem an der Hamas, sich an ihre Macht klammert. Äußerungen von Beteiligten zeigen, wie kompliziert die Umsetzung ist.Donald Trumps Friedensplan soll sichtbar werden, buchstäblich auf dem Boden des Gaza-Streifens. Die israelischen Streitkräfte seien beauftragt, die gelbe Linie für die erste Stufe ihres Rückzugs wirklich mit gelben Markierungen auf den Straßen und Feldern einzuzeichnen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zudem solle die Linie den Terroristen der Hamas verdeutlichen, beim Überschreiten welcher Grenze sie mit Beschuss rechnen müssen.Das klingt so, als sei der Unterschied zwischen Frieden und Krieg bereits genau zu definieren. Aber der ist in Wahrheit keineswegs klar – ebenso wenig, wo die Linie dazwischen eigentlich verläuft.Am Ende dieser Woche, in der Trump nach Jerusalem reiste, um das Ende des Krieges und den Beginn des von ihm vorgegebenen Friedensprozesses zu erklären, ist völlig unklar, wie und ob es weitergeht. Noch läuft Phase 1. Sie beinhaltet ein Ende der Kampfhandlungen, verstärkte Hilfslieferungen unter Aufsicht der Vereinten Nationen und eben den Rückzug der Israelis auf jene gelbe Linie. Lesen Sie auchEs ist ungewiss, ob Phase 2 jemals beginnen wird: Entwaffnung der Hamas, der weitere Rückzug Israels, Einsetzung einer Technokraten-Regierung sowie die Sicherung des Küstenstreifens durch eine internationale Schutztruppe. Die Islamisten geben nicht zu erkennen, dass sie bereit wären, ihre Waffen abzugeben. Tatsächlich weist vieles darauf hin, dass sie ihre Herrschaft noch tiefer verankern wollen.Etwa dreißig Menschen hat die Hamas nach unterschiedlichen Quellen seit Beginn des Waffenstillstands exekutiert. Es sollen Angehörige von Banden und Familien sein, die mit Israel kollaboriert haben. Nach Angaben des Center for Peace Communications, das über Quellen in Gaza verfügt, ist unter den getöteten sogar ein fünfjähriges Kind. Die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtet, die Hamas sammele derzeit die noch bei anderen militanten Gruppen vorhandenen Waffen ein, um sich selbst wieder auszurüsten. Zudem stockt die Übergabe der getöteten Geiseln. Bisher wurden die sterblichen Überreste von neun von der Hamas Verschleppten übergeben. Es fehlen noch etwa 19. Die Suche nach den Orten, an denen die Hamas ihre Leichen oder Teile davon begraben hat, wird erschwert durch Verwüstungen des Krieges. Mitunter wurden jene Terroristen getötet, die wussten, wo die Geiseln vergraben wurden. Amerikanische, ägyptische und katarische Spezialisten helfen bei der Suche. In Jerusalem wächst die Ungeduld.Lesen Sie auch
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