PfadnavigationHomeSportFußballArtikeltyp:MeinungFußball-Woche (†102)Für einen Namen in der Überschrift gab es einen Kasten Bier in der KabineVeröffentlicht am 13.10.2025Lesedauer: 4 MinutenNach 102 Jahren ist Schluss – die Fußball-Woche wird nicht mehr gedrucktQuelle: Annette Riedl/dpaNach 102 Jahren wird die Fußball-Woche eingestellt. Wegen der FuWo konnten sich Amateurfußballer am Montagmorgen wie Stars fühlen. Das Berliner Blatt setzte auch in den Kabinen der Hauptstadt Maßstäbe. Eine wehmütige Liebeserklärung.Es war der erste Weg am Montagmorgen. In der Hoffnung, den Bus zur Schule nicht zu verpassen, ging ich kurz in den Supermarkt. Nicht für Pausenbrote oder ein Getränk, sondern für die Ergebnisse vom Wochenende. Resultate aus der C-Jugend, Landesliga Berlin, Spielberichte der Verbandsliga Männer und die Torschützenliste der Bezirksliga. Die Berliner Fussball-Woche war Pflichtlektüre für Amateurfußballer der Hauptstadt. Auch schon für einen Elfjährigen wie mich, der die 2,10 D-Mark lieber in Schlümpfe, saure Pommes und Brause-Ufos investierte – und deshalb das heilige Blatt des Berliner Fußballs hektisch am Zeitungsregal am Supermarkt durchblätterte. Mit steigendem Taschengeld sowie etwas Sieg- und Auflaufprämie kaufte ich mir die FuWo, wie sie von allen genannt wurde, regelmäßig. Der Montagabend gehörte Spielberichten, Auswertungen der künftigen Gegner und dem Interview der Woche.