„Wie ist es möglich, daß eine Literatur, die für den modernen Leser schlechthin langweilig ist, ihre Zeitgenossen so fasziniert hat? Was ist da vorgegangen?“ Diese Frage stellt der Germanist und Literaturkritiker Richard Alewyn in seinem brillanten Essay „Gestalt als Gehalt“, der nun auch schon seine gut vierzig Jahre auf dem Buckel hat, aber dennoch nicht langweilt. Im Gegenteil. „Wer darüber nachdächte“, so vermutet er weiter, würde nicht nur einiges über frühere Zeiten erfahren, „sondern auch über uns selbst. Und damit würde eben das, was diese Romane so langweilig macht, sie höchst interessant machen.“