Es gibt diese seltenen Momente, in denen Ursula von der Leyens Mimik etwas über ihre Gedanken verrät. In denen man das Gesicht der Präsidentin der Europäischen Kommission lesen kann, einer Meisterin der Selbstbeherrschung. Am Montagabend im Straßburger Europaparlament kam es zu einem solchen Moment, als die linke Abgeordnete Manon Aubry aus Frankreich erklärte, warum sie einen von zwei neuen Misstrauensanträgen gegen die CDU-Politikerin gestellt hatte: vor allem wegen von der Leyens Nahostpolitik.