Atome, die sich an mehreren Orten gleichzeitig aufhalten, Elektronen, die unüberwindliche Hindernisse „durchtunneln“, oder Paare von Photonen, die ohne direkten Kontakt auf eine Weise miteinander verbunden sind, dass sie sich auch über große Distanzen hinweg wie ein einheitliches System verhalten – in der Quantenwelt ist vieles möglich, was in der Alltagswelt unvorstellbar ist. Aber wo beginnt das Reich der Quanten, und wo endet es? Gelten die Quantengesetze auch für „alltägliche“ Objekte, die man mit dem bloßen Auge erkennen kann? Diese Fragen, die schon die Väter der Quantenphysik – Albert Einstein, Nils Bohr und Erwin Schrödinger – vor hundert Jahren beschäftigten, sind John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis an der University of California in Berkeley mit raffinierten Experimenten in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nachgegangen. Nun werden die drei Physiker „für die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunneleffekts und der Energiequantisierung in einem elektrischen Stromkreis“ mit dem Nobelpreis geehrt, wie das Nobel-Komitee am Dienstag in Stockholm mitteilte.
Physik-Nobelpreis 2025: Dem Quantenverhalten von Strömen auf der Spur
Mit ihren Experimenten haben John Clarke, Michel Devoret und John Martinis die Gültigkeit der Quantenphysik ausgelotet und den Weg zum Bau von Quantencomputern geebnet.












